13. Dezember 2011, Nachtkritik
Martina Kopp
Wer mit Daniel Weil durch seine Skizzenbücher blättert, begegnet seinem Leben. In mehr als 400 Skizzenbüchern finden sich unendlich viele Zeichnungen ... und jede einzelne von ihnen erzählt, was ihn inspiriert hat, wo er gewesen ist. Und nicht selten lässt sich spüren, was er gefühlt hat, während er zeichnete. Ob Szenen vom Treiben am Strand, der Blick aus dem Flugzeug oder Zeichnungen, die vom künstlerischen Schaffen von Duchamps oder Cézanne geprägt sind. Die Vielfalt von Weils Skizzen ist so bunt wie das Leben selbst. Beeindruckt von seinem gezeichneten Tagebuch verwundert es wenig, wenn Weil erzählt, dass er sich bei jeder einzelnen seiner Zeichnungen an deren jeweilige Geschichte erinnert.

Nicht nur seine Skizzenbücher begeisterten das Publikum im Gasteig, auch sein Charisma und sein augenzwinkernder Humor faszinierten. So gestand er seine Bewunderung für die zehn Design-Thesen, die dieses Jahr als Leitmotive durch die Reihe der Zehn Vorträge führen. Weil nennt sie die »Zehn Design-Gebote«, die zwar nicht von Moses stammen, aber dafür von einem anderen berühmten Ägypter: Dieter »Ramses«.
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