Vom Schriftzeichen zur KI – die Kunst der Verflachung
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig angeordnete Zeichen. Diese »Kulturtechnik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und berechenbar. Wenn Künstliche Intelligenz als schriftfundierte Kulturtechnik betrachtet wird, treten unerwartete Aspekte ans Licht.
Aus dem aktuellen Programm
Letterpress für moderne Klassizist*innen
Experimenteller Hochdruck: An drei Abenden gestalten wir gemeinsam typografische Experimente mit Bleisatz, Holzlettern, Farbe und Form.
KI Next Level: Agenten & smarte Automatisierungen
In diesem eintägigen Workshop lernen Sie, wie KI-Agenten eigenständig Aufgaben ausführen und wie Sie ganz ohne Programmierkenntnisse Ihre eigenen smarten Automatisierungen entwickeln können.
Vom Knipser zum Bildgestalter
Online-Workshop für professionelle Smartphone-Fotografie. Dabei geht es darum, Ihr Smartphone bewusst wie ein professionelles Werkzeug einzusetzen: mit Licht, Perspektive, Klarheit und kreativen Entscheidungen.
Zeichen setzen
Gestaltung besteht aus Entscheidungen: welche Schrift, welches Raster, welcher Rhythmus. Und mit etwas Glück sogar, welches Papier. Unsere Entscheidungen formen nicht nur das Werk, sondern zeigen und prägen auch unser Verhältnis zur Gesellschaft. Wann ist ein Foto privat und warum muss es manchmal trotzdem gezeigt werden? Welche Architektur ist einem Ort zu zutrauen? Welche Themen gehören in Kinderbücher und wo liegen die Grenzen? Was bedeutet Schrift heute und wie wirkt Kommunikationsdesign?
Unsere Zeit ist geprägt von Polykrisen, Verunsicherungen, Fake News, Zukunftsangst. Mit unserer Vortragsreihe wollen wir positive Zeichen setzen, denn Gestaltung braucht Haltung.
Letzte Blogbeiträge
Antwort geben statt Auftrag nehmen
Gute Gestaltung findet sich selten dort, wo alle einverstanden sind. Der tgm-Vortrag des Architekten Peter Haimerl am 9. Juni war kein Rundgang durch (s)ein Werk, sondern eine Zumutung im besten Sinn: eine Verteidigung der Haltung gegen das bloße Erfüllen.
Nähe und Distanz
Wie ehrlich dürfen Bilder heute eigentlich sein? Martina Borsches Vortrag war nicht nur ein Fotovortrag, sondern auch eine Reflexion über Wahrhaftigkeit in der visuellen Kommunikation. Über die Frage, wie ehrliche Bilder entstehen können – jenseits von Hochglanzästhetik oder zufälligem Schnappschuss.
tgm – Typographische Gesellschaft München e. V.
Die tgm zählt heute zu den europaweit führenden Organisationen in der Kreativbranche. Sie versteht sich als interdisziplinäre Expertenplattform für das Spielfeld zwischen Inhalt und Form, Text und Bild, Gestaltung und Technik. Das Programm bietet Fortbildungsangebote, fördert Dialog und Diskurs gleichermaßen und reflektiert relevante Trends.
Dies ist Ausdruck der Leitfunktion der tgm als Qualitätsbewahrerin der Kommunikations- und Schriftkultur. Seit ihrer Gründung vor über 135 Jahren ist sie ein Gemeinschaftswerk ehrenamtlich engagierter Mitglieder. 1890 von Schriftsetzern und Druckern gegründet, repräsentiert unser Verein heute die Kreativität und solidarische Leistungsfähigkeit der gesamten Kreativ- und Medienbranche.