Zukunft bauen
Über die Verbindung von kulturellem und ökologischem Denken

Prof. Stefan Behling
Datum
5. Juli 2011
19.30 bis 21.30 Uhr
+ im Anschluss: NACHTAUSGABE Diskussionsrunde mit dem Referenten nach dem Vortrag
Ort
Haus der Architektur, Großer Saal
Waisenhausstraße 4
80637 München
Deutschland
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Teilnahmegebühr
0,00 Euro – Reservierung erbeten!

Ein Land, das förmlich auf Öl sitzt, baut eine Stadt, die keinen Tropfen davon verwendet. Ein Hochhaus belüftet sich an 320 Tagen im Jahr selbst. Fassaden agieren als Sonnenschutz, Energiegewinner und Tageslichtnutzer. Infrastrukturen machen Autos überflüssig. Die Stadt von morgen? 

Für Prof. Stefan Behling hat die Zukunft gestern schon begonnen. Der Architekt ist nicht nur Partner von Star-Baumeister Norman Foster und Leiter des Instituts für Baukonstruktion der Universität Stuttgart – er ist Spezialist für ökologische Stadtentwicklung und gilt als Pionier des solaren Bauens. Die Aufgabe seines Berufsstandes versteht er darin, lebenswerten Raum mit möglichst geringem Energiebedarf zu schaffen. Architektur sollte die Welt verbessern – nicht nur verschönern. In diesem und seinem Sinne stellt Behling sich in seinen Arbeiten den weltweiten Herausforderungen: inhaltlichen, sozialpolitischen und ökologischen. Dabei paart er Leidenschaft und Neugier mit einem gesunden Pragmatismus: Ohne intelligente Lösungen im Umgang mit Energie gibt es keinen ökonomischen Spielraum für Architektur. Punkt.
Wer wissen will, wie er die ökologisch korrekte Stadt von morgen sieht, kann seinen Blick schon heute nach Abu Dhabi werfen. Unter Behlings Federführung 2009 entsteht hier seit  die Öko-City Masdar. In der Stadt, die in den nächsten Jahren aus dem Wüstenboden gestampft wird, soll die Sonne das Öl und sollen fahrerlose Kabinentaxis das Auto ablösen, Häuser sich gegenseitig Schatten spenden und aufbereitetes Brauchwasser zur Bewässerung von Grün und Äckern dienen. Vital und lebendig, fußläufig und mit Blick auf einen intensiven sozialen Austausch der Bewohner. Masdar ist im Augenblick die Spitze der Forschung. Es ist das am weitesten fortgeschrittene Projekt in Bezug auf nachhaltige Stadtentwicklung.
In seinem Vortrag malt Behling ein spannendes Bild von der Zukunft hier und jetzt. Mit Begeisterung, Erfahrung und Visionen setzt er das gestalterische Potential der CO2-neutralen Stadt frei und tritt den Beweis an, dass der Einsatz sauberer Energien nicht zu einer Reduktion des Lebensstandards führen muss. Mit modernster Technologie kann man an jahrtausende alte Traditionen anknüpfen, mit dichter Bebauung Benzinverbrauch senken und mit Architektur dazu beitragen, dass Menschen sich in einer Stadt wohlfühlen. Nicht nur in seinen Arbeiten – auch wenn er darüber redet, erweckt Behling Visionen zum Leben.
Und wo könnten Sie ihm besser folgen, als in der Baustelle des Lenbachhauses, dem gerade vom Büro Foster neue Perspektiven für musealen Raum verpasst werden?

Für Prof. Stefan Behling hat die Zukunft gestern schon begonnen. Der Architekt ist nicht nur Partner von Star-Baumeister Norman Foster und Leiter des Instituts für Baukonstruktion der Universität Stuttgart – er ist Spezialist für ökologische Stadtentwicklung und gilt als Pionier des solaren Bauens. Die Aufgabe seines Berufsstandes versteht er darin, lebenswerten Raum mit möglichst geringem Energiebedarf zu schaffen. Architektur sollte die Welt verbessern – nicht nur verschönern. In diesem und seinem Sinne stellt Behling sich in seinen Arbeiten den weltweiten Herausforderungen: inhaltlichen, sozialpolitischen und ökologischen. Dabei paart er Leidenschaft und Neugier mit einem gesunden Pragmatismus: Ohne intelligente Lösungen im Umgang mit Energie gibt es keinen ökonomischen Spielraum für Architektur. Punkt.

Wer wissen will, wie er die ökologisch korrekte Stadt von morgen sieht, kann seinen Blick schon heute nach Abu Dhabi werfen. 2009 entsteht hier die Öko-City Masdar. In der Stadt, die in den nächsten Jahren aus dem Wüstenboden gestampft wird, soll die Sonne das Öl und sollen fahrerlose Kabinentaxis das Auto ablösen, Häuser sich gegenseitig Schatten spenden und aufbereitetes Brauchwasser zur Bewässerung von Grün und Äckern dienen. Vital und lebendig, fußläufig und mit Blick auf einen intensiven sozialen Austausch der Bewohner. Masdar ist im Augenblick die Spitze der Forschung. Es ist das am weitesten fortgeschrittene Projekt in Bezug auf nachhaltige Stadtentwicklung.

In seinem Vortrag malt Behling ein spannendes Bild von der Zukunft hier und jetzt. Mit Begeisterung, Erfahrung und Visionen setzt er das gestalterische Potential der CO2-neutralen Stadt frei und tritt den Beweis an, dass der Einsatz sauberer Energien nicht zu einer Reduktion des Lebensstandards führen muss. Mit modernster Technologie kann man an jahrtausende alte Traditionen anknüpfen, mit dichter Bebauung Benzinverbrauch senken und mit Architektur dazu beitragen, dass Menschen sich in einer Stadt wohlfühlen. Nicht nur in seinen Arbeiten – auch wenn er darüber redet, erweckt Behling Visionen zum Leben.

Prof. Stefan Behling

Prof. Stefan Behling (1962) stellte nach seinem Architektur-Studium an der RWTH Aachen fest, dass er nicht in Deutschland bleiben kann, wenn er die Welt verändern will. Gesagt, getan: Er ging nach London und heuerte dort 1987 bei Norman Foster an. Heute ist er dort Senior Partner und Mitglied des Vorstandes. Der Spezialist für Ökologie, Energieeinsparung und Nachhaltigkeit hat an Projekten wie dem Umbau des Reichstags in Berlin, des Commerzbankgebäudes in Frankfurt und dem Hauptquartier von McLaren in Surrey mitgearbeitet. Zudem leitet er seit 1995 das Institut für Baukonstruktion der Universität Stuttgart. An seinem Lehrstuhl erforscht er mit seinem Team neue Materialien und entwickelt innovative Bautechnologien.