Schrift im Dritten Reich
Die Typografie in der »Hauptstadt der Bewegung«

Datum
13. Juni 2013
19.30 bis 22.30 Uhr
Ort
Saal des Münchner Stadtmuseums
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Deutschland
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Eine Kooperation der tgm
mit dem Münchner Stadtmuseum


Von der »Typografie des Terrors« ist etwas reißerisch die Rede, wenn es um den Einfluss der Nazis auf die Schriftkultur geht. Tatsächlich wurden Typografie, Druck und Medien zwischen 1933 und 1945 in einzigartiger Weise instrumentalisiert.

Dies gilt in besonderem Maß für München, schon damals ein Zentrum des Druckgewerbes und mit Protagonisten wie Paul Renner, Jan »Iwan« Tschichold und El Lissitzky durchaus revolutionär eingestellt. Das sollte sich nach der Machtergreifung schnell ändern, nicht nur die Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker wurde massiv »gereinigt«.
Die Nationalsozialisten erkannten sehr wohl die Möglichkeiten eines gesteuerten und gleichgeschalteten Schrift- und Erscheinungsbildes und nutzten dafür ihre Macht konsequent aus. Gelegentlich war dazu allerdings nicht sehr viel Zwang und Überzeugungsarbeit nötig.

Die Veranstaltung versucht, eine kritische Bestandsaufnahme der Situation in den 30er-Jahren zu schaffen. Verschiedene Fachreferenten beleuchten in Text und Bild die unterschiedlichen Aspekte des typografischen Schaffens unterm Hakenkreuz.


Programm

19:30   Begrüßung

19:40   Henning Rader: »Anschläge in der Hauptstadt der Bewegung – Plakate in München«

20:15   Kirsten Solveig-Schneider: »Die ›Hitlerei‹ der deutschen Typografen und des Druckgewerbes«

20:50   Pause

21:05   Andreas Koop: »NSCI«

21:40   Horst Moser: »Nicht nur der "Illustrierte Beobachter" – Münchner Zeitschriften in den 30er-Jahren«

22:15   Ausklang mit Getränken
 

Kooperationspartner
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum statt.

Anmeldung
Diese Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist dennoch bis 13. Juni 2013 schriftlich oder unter www.tgm-online.de erforderlich.