Olaf Leus Nähkästchen

Olaf Leu
Datum
10. März 2019
11.00 bis 13.00 Uhr
Ort
Alte Akademie
Neuhauser Str. 8–10
80333 München
Deutschland
Google Maps
Teilnahmegebühr
12,00 Euro für tgm-Mitglieder
15,00 Euro für Nicht-Mitglieder

Anzahl Teilnehmer
20
Wenn Sie hier zuerst Mitglied der Typographischen Gesellschaft München werden, profitieren Sie nicht nur bei dieser Veranstaltung von vergünstigten Gebühren.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bemühten sich die Unternehmen „um ein möglichst eindrucksvolles Bild nach draußen“ – hergestellt ausnahmslos von »Gebrauchsgraphikern«. Was in den Jahren 1950 bis Mitte der Achtzigerjahre entstand, kann man in die Kategorie des angewandten künstlerischen Grafikdesigns einordnen. Danach, unter dem aufkommenden Diktat des Marketings und der neuen Technik des Digitalen, erhielt das  Design eine andere Rollenzuweisung. Das »künstlerische Grafikdesign« spielte demnach nur noch eine untergeordnete Rolle. Olaf Leu war einer der Protagonisten dieser »Anfangszeit«.
 
Olaf Leu

geboren 1936 in Chemnitz, lebt heute in Wiesbaden. Er begann seine Laufbahn als typografischer Gestalter in der Bauerschen Gießerei, war Angestellter bei der Werbeagentur Hanns W. Brose und machte sich 1971 mit seinem eigenen Studio in Frankfurt/Main selbständig. Als Kalender-Papst und unkonventioneller Verpackungsdesigner machte er sich ebenso einen Namen, wie als langjähriger Leiter des Prüfsegments Optik im Jahreswettbewerb »Die besten Geschäftsberichte« des manager magazins. Er ist »gleichermaßen scharfsinniger, wie schlagfertiger Design-Denker und -Journalist« – wie es in der Laudatio von Boris Kochan zur Aufnahme als Ehrenmitglied der Typografischen Gesellschaft München vor kurzem hieß –, brachte den TDC of New York und den ADC nach Deutschland und ist Kritiker von Designwettbewerben, die er in so mancher Ausprägung »Bluff« nennt. Die Messlatte des gestalterischen wie ethischen Anspruchs an sich selbst und an seine Designkollegen liegt im Hochpräzisionsbereich, wie auch in seinen beiden autobiografischen Werken »Bilanz 1951 bis 1970« und »Bilanz 1971 bis 2011« nachzulesen ist.