Grenzenlos Gestalten
Studienreise Basel, Elsass und Weil am Rhein

Catherine Hersberger
Catherine Avak
Datum
18. April 2013 bis 21. April 2013

Die Reise beginnt am 18. April um 14 Uhr an der Hotelrezeption und endet am 21. April gegen 15 Uhr in Weil am Rhein.

Ort
Stuttgart
Deutschland
Google Maps
Teilnahmegebühr
561,60 Euro für tgm-Mitglied Doppelzimmer
646,60 Euro für tgm-Mitglied Einzelzimmer
641,60 Euro für Nichtmitglied Doppelzimmer
726,60 Euro für Nichtmitglied Einzelzimmer

Anzahl Teilnehmer
20

»Reisen hat nur einen Sinn, wenn man mit einer neuen Erkenntnis im Gepäck zurückkehrt.« Tiziano Terzani

Basel liegt mitten im Dreiländereck und somit im Herzen Europas. Weltoffen ist die schweizerische Stadt, heißt es, genussfreudig und ein Besuch höchst inspirierend. Immerhin gibt es rund 30 Museen und eine Vielzahl von Galerien. Die Altstadt zählt zu den besterhaltenen in Europa, und aufsehenerregende Bauten von legendären Architekten wie Frank O. Gehry oder Mario Botta reihen sich wie Schmuckstücke in die Stadtansicht. Die elsässischen Städte Sélestat und Colmar wiederum beflügeln durch ihr kulturhistorisches Erbe, den Reichtum ihrer Küche und die malerische Landschaft des Elsass. Und im deutschen Weil am Rhein ist das Vitra Design Museum die baugewordene Hommage an Designer und Inspiration für neue gestalterische Visionen.

Die »Regio« wird das Dreiländereck zwischen Schweiz, Deutschland und Frankreich auch genannt. Es ist eine gewachsene Kulturlandschaft, die sich über Jahrhunderte gegenseitig befruchtete, auch wenn nationale Grenzen und Interessen manchmal dagegen standen. Basel wird gern als Humanistenstadt gerühmt. Toleranz und Weltoffenheit prägen ihre Geschichte und auch die Menschen. Ein Grund dafür ist wohl, dass in der Renaissance viele Gelehrte hier Heimat fanden und ein reges Geistesleben sich entfalten konnte. Dies wiederum lag daran, dass in Basel bereits im ausgehenden Mittelalter Papier hergestellt wurde, was das Buchdrucker-Handwerk schon schnell nach seiner Erfindung prosperieren ließ. Der Buchdruck, die »Schwarze Kunst« also, war es, die Gelehrte anzog und Basel zum Bildungsstandort des Humanismus machte.
Ein Besuch im Schweizer Architekturmuseum, der führenden Institution für die Vermittlung von zeitgenössischer Architektur in der Schweiz, und an der Hochschule für Gestaltung soll die Diskussion gegenwärtiger und zukunftsweisender Fragestellungen des Designs anregen. Bei einer exklusiven Führung in der Basler Plakatsammlung werden uns einige der 60 000 Werke des schweizerischen Plakatschaffens vorgestellt. Es sind beste Kontakte zu Künstlern und Designern geknüpft, sodass bei einem Apero auf dem Dach der Hochschule, einem Atelierbesuch bei Nina Stössinger oder dem gemeinsamen Abendessen mit einigen Mitgliedern des Basler Typo-Stammtisches immer wieder Raum für den befruchtenden Austausch geboten wird.
In Frankreich führt die Fahrt zunächst nach Sélestat / Schlettstadt in die Humanistenbibliothek, die auf das Jahr 1452 zurückreicht, mit zum Teil aber viel älteren Codices. Im Kern besteht sie aus zwei Bibliotheken: der Bibliothek der Lateinschule von Schlettstadt und der des großen Humanisten Beatus Rhenanus. Colmar verfügt über einen opulenten Schatz historischer Gebäude, die vom einstigen Reichtum und der Bedeutung der Stadt Zeugnis geben. Es war die erste Stadt in Frankreich, die ihr architektonisches Erbe mit 900 computergesteuerten Lichtanlagen inszenierte. Eine Stadtführung durch den historischen Stadtkern ist ein Erlebnis, wenngleich natürlich der Höhepunkt eines Besuchs in Colmar die Besichtigung des Isenheimer Altars ist. Unsere Reise endet mit einem Besuch in Weil am Rhein. Die südwestlichste Stadt Deutschlands genießt bei Design- und Architekturfreunden einen legendären Ruf. Eine ausführliche Architekturführung wird erläutern, worin der Ruf begründet ist, und der Besuch im Vitra Design Museum, der baugewordenen Hommage an Designer und Inspiration für neue gestalterische Visionen, dürfte ein Feuerwerk an Inspirationen nach sich ziehen.

Anreise
Individuell zum Treffpunkt in Basel

Reisedauer / Treffpunkt
Die Reise beginnt am 18. April um 14 Uhr an der Hotelrezeption und endet am 21. April gegen 15 Uhr in Weil am Rhein.

Hotel
Das Breite Hotel
Zürcherstrasse 149
4052 Basel

Leistungen
Die Gebühr beinhaltet drei Übernachtungen inklusive Frühstück, die Transportkosten während der Reise (öffentliche Nahverkehrsmittel und Ausflug in den Elsass im großen Reisebus), Eintritte und Führungen für das gemeinsame Programm.

Teilnehmer
Die Reise kann ab mindestens 12 Teilnehmern stattfinden und ist auf maximal 20 Personen begrenzt.

Hinweis bei Buchung eines Doppelzimmers als Einzelperson
Sollte sich keine zweite Person für die gewünschte Zimmerbelegung finden, buchen wir für Sie ein Einzelzimmer und berechen in diesem Fall den Einzelzimmerpreis.

Verbindliche Anmeldung
Bis 22. März 2013 schriftlich oder unter www.tgm-online.de.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei einem Rücktritt nach dem 15. März 2013 die volle Teilnahmegebühr berechnen müssen.

Catherine Hersberger

Catherine Hersberger (*1958) ging nach ihrem ersten Abschluss an der Schule für Gestaltung in Basel nach München und sammelte in verschiedenen Designbüros erste Erfahrungen. 1989 gründete sie hier ihr Gestaltungsbüro Hersberger. Ihre stete Verbundenheit zur Heimatstadt machte sie zur Pendlerin zwischen den Gestaltungsschulen von Basel und München. Sie übernahm diverse Lehraufträge und erweiterte auch ihre eigene Kompetenz durch ein zweites und drittes Studium in der Schweiz.
2009 schloss sie den CAS Schriftgestaltung, Type-Design, 2011 dann MAS Typography an der Zürcher Hochschule der Künste ab. In ihrer Arbeit als Gestalterin transformiert sie das profunde Wissen der Vor-Internet-Ära für die Ansprüche ans Design im Bereich der visuellen und virtuellen Medien. Catherine Hersberger ist Mitglied der Typographischen Gesellschaft, im Forum Typographie und bei den Swiss Graphic Designers.

Catherine Avak

Catherine Avak ist leidenschaftliche Buchgestalterin und Fotografin und seit 1991 selbständig tätig. Weiterbildungen u. a. bei Rudolf Paulus Gorbach (Jahreskurs Typografie 2007–2009) und zur künstlerischen Fotografin an der Prager Fotoschule Österreich (2011–2013). Catherine Avak lebt und arbeitet in Unterfranken. Im Rahmen ihres freien Projekts »99 Bücher« verleiht sie seit Juni 2017 ihren eigenen Themen Ausdruck: Sie gestaltet und veröffentlicht jede Woche ein Buch, darunter oft Fotobücher (blog.by-avak.de). 2012–2016 war Catherine Avak Mitglied des tgm-Vorstands.