Bericht aus dem Zwischenraum
tgm-Vortragsreihe Landschaft mit Flattersatz #8

Datum
12. Juli 2016
19.30 Uhr
Ort
Gasteig, Black Box
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Deutschland
Google Maps
Teilnahmegebühr
0,00 Euro tgm-Mitglieder

Bitte reservieren Sie sich Ihre Freikarte
bis spätestens 12.00 Uhr am Veranstaltungstag.
Diese Tickets können dann am tgm-Tisch
vor der Black Box abgeholt werden.
Oder Sie lösen wegen der Sicherheitsauflagen
im Gasteig unter Vorlage ihres
Mitgliedsausweises eine Freikarte
an der Abendkasse.


Karten für Nicht-Mitglieder
Gebühr 9,00 Euro

Studierende, Auszubildende, Schüler 6,00 Euro
Im Vorverkauf über München-Ticket

und an der Abendkasse im Gasteig
Glashalle Erdgeschoss ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.


Anzahl Teilnehmer
250

Führen heißt Position beziehen und dabei in Bewegung sein. Heißt auf der Spur bleiben und dennoch Mut zum Kurswechsel haben – denn der Kopf ist bekanntlich rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Und Peter Zizka ist einer, der scharf nachdenkt. Als Mitbegründer des Designbüros Heine/Lenz/Zizka und als erfolgreicher Konzeptkünstler lotet er die Räume zwischen den Disziplinen aus.

Zizka sucht das Dazwischen auf, um von dort aus neue Prozesse in Gang zu bringen und das ihm inflationär gewordene Bild des Designers in der Gesellschaft neu zu bestimmen. »Design« – so sagt er – »muss die eigene Position wieder genauer ­formulieren.« Und genau das tut er in seinen Arbeiten … für die Messe Frankfurt, die Kieler Woche, Leica Camera AG oder die Kulturstiftung der Länder ebenso wie etwa in der Installation »Virtuelles Minenfeld«. Diese wurde nicht nur mit Gold vom europäischen Art Directors Club ausgezeichnet, sondern unter anderem in der Main Gallery der United Nations in New York gezeigt.

Davon, wie Design den Gegensatz von Kunst und Werbung überwinden kann, berichtet Peter Zizka in seinem Vortrag – und von der Möglichkeit einer neuen gesellschaftlichen Relevanz von Design als Gegenstand und Ergebnis präziser ­Analyse.

Peter Zizka
Peter Zizka (*1961 in Frankfurt) studierte Visuelle Kommunikation an der HFG Offenbach – zeitweise parallel an der staatlichen Hochschule für bildende Künste, Städelschule bei Bruce McLean. Ab 1985 Gruppe MEMORY mit Einzelausstellungen z. B. in den FM-Studios/London und der Kunsthalle St. Gallen, Arbeiten von Memory sind u. a. Teil der Sammlung Deutsche Bank. 1989 Gründung des Gestaltungsbüros Heine/Lenz/Zizka mit Kunden wie Leica, Viessmann, Messe Frankfurt, Kunsthalle Hamburg und Deutsches Museum München. 2008 gestaltete er das Kieler-Woche-Motiv, 2011 wurde er als Designpraxisstipendiat der Villa Massimo in Rom aus­gewählt. Designinstallationen im gesellschaftskritischen Kontext u. a. in der Kunsthalle Rotterdam, im Hygiene-Museum Dresden, ZKM und bei den Vereinten ­Nationen in New York. 2015 realisierte er die typografische Installation auf der Frankfurter ­Paulskirche zum Tag der Deutschen Einheit. Er ist außerdem Design-­Kolumnist für die Schweizer Bilanz und Design-Kurator am MAK Frankfurt.