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Vortrag
Kopist oder Komponist: Musik verpacken Helmut Schmidinger
Die »Typografie« der Noten wurde von Kopisten und später dem Notenstecher besorgt. Obwohl die Anzahl der Musikalien steigt gibt es diesen Beruf nicht mehr. Die Qualität bleibt auf der Strecke und Komponisten werden wieder zu ihren eigenen Kopisten, notgedrungen. Und der PC-Einsatz macht auch nicht alles besser.
Von einem üblichen Notenbeispiel werden Kriterien der »Verpackung«, also dem Notenbild erläutert. Selbst Musikern ist diese Normierung nicht bewusst. Dabei hat diese Notenschrift ein hohes Maß an Konvention, Allgemeinverständlichkeit und ist leichter und daher schneller zu lesen. Schmidinger vergleicht Aufträge von Wolfgang Rihm und Luciano Berio, erläutert unterschiedliche Betrachtungsweisen des Komponisten, Notengrafikers und Musikers. Er geht außerdem auf den von ihm hergestellten Skizzenband der »Neuen Mozart-Ausgabe« ein, der den Deutschen Musikeditionspreis 1998 erhalten hat.
Referent
Helmut Schmidinger (1969) studierte Klavier, Oboe und Komposition am Mozarteum in Salzburg. Er ist seit 1996 als Notengrafiker unter anderem für die Universal Edition, Wien, tätig.
Er arbeitet an seiner Dissertation über »die Entwicklung der normierten Notenschrift«. Orchesterwerke für namhafte Ensembles sowie Solokonzerte. Zahlreiche Preise für sein kompositorisches Schaffen. Mitbegründer der Konzertreihe »Musica ex Tempore« (Schwerpunkt zeitgenössische Musik).
Dienstag, 2. Dezember 2003 19.30 Uhr
Hochschule für Musik und
Theater, Carl-Orff-Auditorium,
Luisenstraße 37 a,
U-Bahn Königsplatz
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