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Vortrag
50 Jahre Fernsehtypographie Markus Hanzer
Jedes Medium bietet andere Optionen der Verwendung und Rezeption von Schrift. Am Beispiel von 50 Jahren Fernsehgeschichte lässt sich exemplarisch zeigen, wie Inhalt, Produktion und Rezeption von einander abhängig sind. Die technische Entwicklung - von manuell hergestellten Schriften bis zur animierten Computertypografie - hat auch die inhaltliche Entwicklung des Mediums verändert. Dient Schrift bisher dazu, Gedanken festzuschreiben, so sind die beweglichen Lettern des Buchdrucks im Medium Fernsehen in Bewegung geraten und haben gelernt, zu tanzen. Bild und Schrift treten in vielfacher Form in
Wechselbeziehung, ergänzen, kontrastieren und überlagern einander.
"Das Medium ist die Botschaft" sagte Marshall McLuhan. Welche Botschaft wird in der Fernsehtypografie sichtbar? Hat Fernsehen auch Folgen für andere Medien und die generelle Entwicklung der Schrift?
Referent
Markus Hanzer (1955) arbeitet seit 23 Jahren für Fernsehanstalten wie ORF, SAT1, PREMIERE, PHOENIX, 3SAT, ARD. Kunden wie Deutsche Bank, Allianz Group, RedBull, Telekom Austria oder Verizon hat er in Kommunikationsfragen beraten. Er unterrichtet an der Fachhochschule in Salzburg, betreibt das Typemuseum im Internet und beschäftigt sich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen mit der Rolle von visueller Gestaltung als Schnittstelle zwischen Menschen und Objekten des täglichen Gebrauchs.
Dienstag,
2. Mai 2006,
19:30 Uhr
Literaturhaus München, Salvatorplatz,
U-Bahn Odeonsplatz
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