 |
Vortrag
Fraktur - die Gebrochene unter den Schriften Philipp Luidl
Wer lange von zu Hause fort ist, wird fremd. Man vergisst ihn. In dieser Hinsicht sind unsere Schriften sehr menschlich. Es gibt Schriften, die überdauern Jahrhunderte, wie die Garamond oder die Walbaum. Andere sind schnell wieder aus der Mode, weil sie zu nahe an der Zeit waren, wie die Koch-Antiqua. Wieder andere waren einmal bedeutend und sind plötzlich aus den Katalogen verschwunden, wie die Fraktur.
Es gibt wenig Schriften, die dermaßen ausgelaugt wurden, um dann als leere Hülle weggeworfen zu werden. Woher kam sie? Wohin ging sie? Was war sie? Drei Fragen, deren Antworten eng mit dem Glauben und der Religion verbunden sind.
Referent
Philipp Luidl war von 1958 bis 1991 Lehrer für Typografie am Berufsbildungszentrum für Druck, Graphik und Photographie in München. Jahrzehntelang war er in der tgm aktiv und selbst sechs Jahre erster Vorsitzender. Zahlreiche Veröffentlichungen über Typografie und vor allem viele von ihm gestaltete tgm-Bücher zeugen von seinem Weg.
Dienstag,
4. April 2006,
19:30 Uhr
Aula des Städtischen Beruflichen Schulzentrums, Pranckhstraße 2
S-Bahn Hackerbrücke
|
 |