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Vortrag
Signographie - ein neues Konzept zum Studium von Zeichen, Schriften und Notationen Andreas Stötzner
Wir alle meinen zu wissen, was Schrift oder was ein Zeichen ist, aber wissen wir es genau? Modebegriffe wie Logo oder Icon gaukeln vor, up-to-date zu sein, was aber mit präzisem Denken nichts zu tun. Wie lässt sich ein gründliches Verständnis des Materials der visuellen Kommunikation - der grafischen Zeichen - gewinnen? Damit befasst sich Andreas Stötzner eingehend und systematisch. Aus dem Sammeln und Sortieren von Zeichen aller Art erwuchs ein immer weiter ausdifferenzierter Begriffsapparat, um jedes Zeichen nach Funktion und Gestalt genau verstehen zu können. Es entstand ein eigenes Studienfach namens Signographie. Es geht dabei um eine umfassende Erforschung von Buchstaben und Signets, Symbolen und Markierungen aller Art, von kartografischen Zeichen bis zu Bahnhofspiktogrammen. Der Vortrag stellt Überlegungen zu grafischen Gesetzmäßigkeiten als Grundlage der Disziplin vor und bietet begriffliche Konzepte zum Verständnis grafischer Zeichen und Systeme an.
Referent
Andreas Stötzner (1965) lernte und war als Buchdrucker tätig, studierte 1986-1994 Grafikdesign in Leipzig und London und ist seitdem selbständig. Seit 1999 Lehrtätigkeit (Schrift/Typografie); Sammlung, Forschung und Publikationen zum Thema Grafische Zeichen, 2000 Begründung der Schriftenreihe SIGNA; seit 2001 Arbeit an der Satzschrift Andron.
Dienstag,
11. Oktober 2005,
19:30 Uhr
Aula des Städtischen Beruflichen Schulzentrums, Pranckhstraße 2
S-Bahn Hackerbrücke
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