Nachtkritik

9. Februar 2013, 0 Kommentare
Rudolf Paulus Gorbach

Selbstbetrachtung

Anette Scholz, sehr sympathisch erscheinend, witzig präsentierend, erzählt ihr gelungenes Leben. Erfolgreich im Studium, erfolgreich in der Abschlussarbeit mit einer Multimedia-Realisierung für Udo Lindenberg und mutig genug, ihre sehr frühen und die ersten Multimedia-Arbeiten überhaupt, zu zeigen.

Foto: Michi Bundscherer

Erfolgreiche Agenturgründung mit ihrem Partner (Scholz & Volkmer), enorme Agentur-Vergrößerung, Preise zuhauf. Und dann die Erkenntnis, dass die Jahreszeiten und die Natur gar nicht mehr wahrgenommen werden. Doch »Alles was wir gemacht haben haben wir aus Liebe gemacht«, so Anette Scholz. Und weiter:»Ich weiß was ich sagen muss, um den Kunden zu kriegen« und dann die Frage an sich selbst, was sie wäre, wenn es ihre Firma nicht gäbe. Jedenfalls gab es offensichtlich die Erkenntnis: so nicht. Ausstieg aus der Agentur mit scheidungsähnlichen Problemen. Hier hilft Allan Watts (von dem sie gleich zwei Filme aus Youtube zeigte) mit seinen aufbauenden Reden. Was Neues machen, was Neues aufbauen war ihr wichtiger als die Routine. Es folgt eine Auszeit in Miami und dennoch fühlte sie sich orientierungslos und leer. Aber nach einer eher zufälligen Bewerbung an einer Hochschule wird sie engagiert. Man darf eben nicht erst etwas ändern wollen, wenn man umgefallen ist, denn sonst wäre es vielleicht zu spät. Und Anette Scholz bleibt auf der Suche, immer noch. Sie spricht von nur zwei Gründen der Motivation: Etwas zu tun aus Angst oder etwas zu tun aus Freude. Denn: Das Leben ist jetzt und heute. Der Sinn des Lebens sei das, was wir wollen, »wie will ich sein«. Dann spricht sie begeistert von ihrer Arbeit an den Hochschulen und zeigt Arbeiten der Studierenden.
Die Reaktion der tgm-Besucher war gespalten und reichte von Ergriffenheit jener, die sich direkt angesprochen fühlten und ähnliche Gedanken wiedererkannten, bis zu jenen, denen der Vortrag zu platt erschien.

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