52 Wochen tgm

13. Februar 2012, 2 Kommentare
Catherine Avak

Internationale Konferenz »Verantwortung Gestalten«

Eine Fotoreportage von Simone Naumann.

Im Rahmen der MUNICH CREATIVE BUSINESS WEEK fand am 9. Februar 2012 die Konferenz »Verantwortung Gestalten: Respekt und Übermut« im Literaturhaus München statt.

Einen Tag lang teilten Münchener und internationale Referenten aus allen Design- und Wirtschaftsdisziplinen ihren Blick auf das Thema »Verantwortung in der Gestaltung«. Aus ökologischen, ökonomischen, sozialen, nachhaltigen und persönlichen Perspektiven gingen sie Vorschlägen nach, wie und inwieweit Gestaltung zur Verantwortung gezogen werden kann, will und soll.

 

Boris Kochan: Typo für alle. Vom Balancieren auf dem Tellerrand.

 

Florian Kohler: Oberflächen mit Tiefgang. Über die Dimensionen des (Papier-)Schöpfens.

 

Florian Kohler

 

 

Ausstellung: Edle Papiere aus Gmund (Gmund Papiere)

 

Sandra und Anja Umann vom Modelabel Umasan aus Berlin mit Silke Hohmann

 

Anja Umann bei der Ausstellung ihrer veganen Avantgard-Mode

 

Uwe R. Brückner: Begehbare Inhalte. Eine szenografische Einführung

 

 

 

Boris Kochan und Stefan Sagmeister

 

 

Mark Adams: Recycling is a defeat. The value of eternity

 

Die erste Reihe

 

Martina Grabovszky: Design bewegt. Über die Grenzen hinaus …

 

Martina Grabovszky

 

 

Erik Spiekermann: Neue Lösungen statt alte Probleme. Von der Umgestlatung des Denkens

 

Erik Spiekermann kam extra aus San Fransisco.

 

König Bansah und Julian Zimmermann: Der König ist Kunde. Ein Gestaltungsmärchen

 

König Bansah

 

Stefan Sagmeister: Über Mut zum Eigensinn. Von der Psychologie der Dinge

 

nur noch 5 Minuten …

 

Fotos: Simone Naumann

Kommentare

1

Thema leider verfehlt: Um „Verantwortung gestalten“ sollte es eigentlich gehen (Schlagworte laut Infotext: „Recycling-Ideen“, „welche Antworten bin ich schuldig“, „Nachhaltigkeit“, „ökologische, ökonomische, soziale, nachhaltige, innovative Perspektiven...“). Dieses Veranstaltungsthema – das lediglich von einzelnen Referenten angerissen wurde – war vielleicht den Sprechern nicht bekannt? Um Portfolios zu gucken, braucht es keine 150 Euro Eintritt. Anstelle der Papier-Verkaufsshow wäre ein Fachreferent nett gewesen, der tatsächlich was z.B. zum Thema „Papierverbrauch/FSC/Blauer Engel“ zu sagen hat (z.B. Evelyn Schönheit und Jupp Trauth vom Forum für Ökologie und Papier). „Was hat Ihr Vortrag mit Nachhaltigkeit zu tun“, lautete eine engagierte Publikumsfrage an Spiekermann. Seine Antwort: „Von Nachhaltigkeit kriege ich meine 96 Mitarbeiter nicht satt“. WOW! Das bleibt mir immerhin nachhaltig im Kopf.

2

@Inka Meyer

Danke für Ihre offenen Worte – ehrliche Auseinandersetzung ermöglicht schließlich Entwicklung – und die tgm entwickelt sich gerne weiter. Zur Konferenz gab es sehr viele Rückmeldungen, die meisten davon waren sehr positiv, einige sogar begeistert. Einige kritische Stimmen mahnten insbesondere die Übertragbarkeit der vorgestellten Ideen, Arbeitsansätze oder Richtlinien auf den persönlichen, konkreten Alltag an oder setzten das Thema Nachhaltigkeit mit Ökologie gleich.

Wie ich in meiner Einführung versucht habe zu formulieren, ging es uns bei der Veranstaltungskonzeption entsprechend des ergänzenden Titels des tgm-Jahresprogramms »Respekt und Übermut« um die persönlichen Bezüge von in unserer Branche handelnden Personen zum Thema »Verantwortung gestalten« bzw. um das verantwortliche Handeln selbst. Diese Bezüge sind naturgemäß sehr unterschiedlich, stellen dadurch aber auch vielfältige Anknüpfungspunkte für die Teilnehmer her – bis hin zu Erik Spiekermann, der seine Haltung auch durch die Darstellung der Arbeitsweisen seiner Agentur verdeutlicht hat. Ich selbst war sogar für die von Ihnen erwähnte durchaus zugespitzte Formulierung dankbar: Sie war einfach ehrlich und macht klar, was eben auch ein Teil von verantwortlichem Handeln eines Agenturinhabers sein kann. Aus seiner Sicht. Und die muss oder kann wahrscheinlich gar nicht konsensfähig sein.

Es gehört zum guten Stil der tgm, mit allen Referenten im Vorfeld gesprochen zu haben. Die auf der Konferenz-Webseite dokumentierten Texte zu jedem einzelnen Referat sind in gemeinsamer Abstimmung entstanden. Natürlich hätte auch ich mir bei dem einen oder anderen Referenten eine vielleicht noch tiefergehende Beschäftigung mit dem Veranstaltungsthema gewünscht. Was wir jedoch nicht geplant hatten und auch durch die Auswahl der Referenten und ihrer Themen meines Erachtens dokumentiert hatten, war eine strikt ökologische Orientierung. Daher geht es mir gerade bei dem von Ihnen erwähnten Vortrag von Florian Kohler von Gmund völlig anders: Die Beschreibung der unterschiedlichen Zertifizierungen etc. ist m.E. mittlerweile hinreichend bekannt oder kann relativ einfach recherchiert werden (die tgm hatte dazu auch im vergangenen September eine entsprechend fokussierte Veranstaltung). Ich war sehr glücklich, dass Kohler in seinem Vortrag gerade auf die unternehmerische Verantwortung eines Papiermachers für nachhaltiges Handeln abgehoben hat.

Gerne werden wir zukünftig versuchen, die Ausrichtung einer Veranstaltung noch deutlicher zu formulieren. Und uns weiterhin mit unseren Referenten intensiv zu den Vortragsthemen auseinandersetzen. Dabei dürfte der Erfolg eines solchen Vorgehens verschieden sein. Wobei auch das ja eine Antwort auf Verantwortung ist.

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