Nachtkritik

6. März 2014, 0 Kommentare
Martina Kopp

Gestaltung von und mit Systemen: Prof. Markus Schröppels Beitrag zur Orientierung im öffentlichen Raum



Wie werden Räume gekennzeichnet für Kinder, die noch gar nicht lesen können? Wie plane ich die Anlage eines Hochschulcampus auf der grünen Wiese? Solche Fragen und Themen wurden von Markus Schröppel am 18. Februar 2014 in der Black Box (Gasteig) pragmatisch und oftmals verblüffend beantwortet.
Der Professor für Grafikdesign und Visuelle Kommunikation überzeugte mit einem Vortrag, der durch konkrete Beispiele, Praxisnähe und anschauliche Tiefe bestach. Sein immerwährend die Gestaltung begleitendes Thema ist das »benutzerabhängige Modellieren«: So sei etwa das empirische Erfassen der Fußgängerwege vor dem Gestalten eines Verkehrsleitsystems eine wichtige Vorarbeit. Passend dazu demonstrierte er den Unterschied zwischen der »Architekten-Denke« und der Aufnahmefähigkeit eines gestressten Flughafenbesuchers in Eile. Schröppel warnt davor, dass Designer gerne dazu verleitet werden, für sich, ihre Altersgruppe und ihre Gewohnheiten zu gestalten und dabei oft die eigentliche Zielgruppenzusammensetzung aus den Augen verlieren.

Weiterführend zum Vortrag stellt Prof. Markus Schröppel seine Dissertation, die zugehörige Literaturliste sowie den Online-Fragebogen zur Verfügung.



Fotos: © Peer Koop

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