Buchsucht

16. Juli 2018, 0 Kommentare
Rudolf Paulus Gorbach

Ed Ruscha und die Buchstaben

Oft ist man als Typograf mit Verwandtschaften in der Kunst konfrontiert. Künstler, denen eine typografische Nähe nachgesagt wird, stehen im Interesse. Ob es tatsächlich die Typografie ist oder eher das Interesse an Schriftzeichen und dem, was im Grafik-Design passiert?
Mit Ed Ruscha ging es mir so. Fasziniert von den Fotografien »Twentysix Gasoline Stations«, Los Angeles 1963, mit dem hierzu konzeptionellen Gedanken und später besonders durch die Ausstellungen im Haus der Kunst in München 2010, Museum Brandhorst 2013 und Kunsthaus Bregenz wurde zwar sein Pop-Art Bezug klar, aber auch die Liebe zur Schrift und zu den Büchern. Und »die Verschränkung von Texten und Bildern verrät Ruschas Nähe zur Concept Art“ (art-in-de).


Im eben erschienen Buch »Very. Ed Ruscha Works from the UBS Art Collectin« ist die Bandbreite der künstlerischen Verarbeitung von Schrift- und Grafikdesign gut zu sehen. Die Beispiele beginnen 1962 und zeigen sich bis 2017. Darunter sind berühmte Bilder wie »Trademark # 2« von 1962 (20th Century Fox), Standard Station von 1969, Accordion Fold with Vaseline Stains von 1973, Hollywood 1968 oder Speed Upon Scen von 1917.

Ed Ruscha—VERY
Works from the UBS Art Collection
Hrsg. Mary Rozell, Louisiana Museum of Modern Art, Text(e) von George Condo, Anders Kold, Mary Rozell, Poul Erik Tøjner
120 Seiten, 71 Abb.
HatjeCantz Stuttgart, 2018
ISBN 978-3-7757-4432-4

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