If you think of garbage, think of karlssonwilker

Jan Wilker
Datum
9. Juli 2019
19.30 bis 21.30 Uhr
Ort
Gasteig, Black Box
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Deutschland
Google Maps
Teilnahmegebühr
0,00 Euro tgm-Mitglieder

Bitte reservieren Sie sich Ihre Freikarte
bis spätestens 12.00 Uhr am Veranstaltungstag.
Diese Tickets können dann am tgm-Tisch
vor der Black Box abgeholt werden.
Oder Sie lösen wegen der Sicherheitsauflagen
im Gasteig unter Vorlage ihres
Mitgliedsausweises eine Freikarte
an der Abendkasse.


Karten für Nicht-Mitglieder
Gebühr 9,00 Euro

Studierende, Auszubildende, Schüler 6,00 Euro
Im Vorverkauf über München-Ticket

und an der Abendkasse im Gasteig
Glashalle Erdgeschoss ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.


Anzahl Teilnehmer
250
Wenn Sie hier zuerst Mitglied der Typographischen Gesellschaft München werden, profitieren Sie nicht nur bei dieser Veranstaltung von vergünstigten Gebühren.

In Bezug auf Zeit und das Jahresthema der tgm denke ich auch an unseren Umzug von Manhattan nach Queens im letzten Jahr. Ging es früher noch darum, die innere Ruhe gegenüber der Hektik der Außenwelt zu bewahren, markiert unser Umzug mehr als einen Ortswechsel. Hier in Queens vergeht die Zeit etwas langsamer. Es ist weniger hektisch und es scheint, als stünde unser Büro damit auf einem anderen Fundament. Das liegt bestimmt auch am fortschreitenden Alter, aber wir fühlen uns in dieser »neuen Zeit« sehr wohl. Das Außen und unser Innen stimmen nun vielleicht besser überein.

 

Typografische Vorband
Antonia M. Cornelius – Legilux
Mit der Gestaltung meiner Legilux-Familie begann ich bereits 2012 während meines Studiums. Ich hatte ein klares Ziel vor Augen: die Gestaltung einer zum Lesen einladenden Antiqua. Da es meine ersten Schritte in der Schriftgestaltung waren, folgte ich zunächst meiner Intuition und lernte mit der Zeit, die Grenzen unserer Wahrnehmung mithilfe des Designs zu kompensieren. Durch den Fokus auf Atmosphäre und Leserlichkeit befasste ich mich intensiv mit unterschiedlichen Einflussfaktoren. Denn erst durch eine dem Zweck angemessene Typografie wird mit einer leserlichen Schrift ein Text lesbar.
Typografie bedeutet für mich daher der bewusste Umgang mit Schrift. Die Zeit bringt zwar verschiedene Trends und neue Technologien, die anatomischen Voraussetzungen, wie wir Schrift wahrnehmen und verarbeiten, verändern sich jedoch nicht. Die grundlegenden Gestaltungskriterien, die eine Schrift leserlich machen, bleiben daher seit jeher beständig. Antonia M. Cornelius ist Schriftgestalterin, Leserlichkeitsforscherin und Kommunikationsdesignerin. Sie studierte mit Schwerpunkt Schriftgestaltung bei Jovica Veljović und Albert-Jan Pool. Ende 2017 schloss sie ihr Masterstudium in Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg ab und wurde für ihr forschungsbasiertes, schriftgestalterisches Abschlussprojekt ausgezeichnet. Eine frühe Version ihrer Schriftsippe Legilux konnte bereits 2016 den ersten Publikumspreis des Morisawa Type Design Wettbewerbs gewinnen.
Aktuell promoviert Cornelius an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel zur Bedeutung von Serifen für die Leserlichkeit von Textschriften. In ihrem Buch » Buchstaben im Kopf. Was Kreative über das Lesen wissen sollten, um Leselust zu gestalten. « (Hermann Schmidt 2017) bündelt Cornelius ihre gesammelten Erkenntnisse über Wahrnehmung, Leseprozess, Schriftgestaltung und Typografie.
Jan Wilker

Jan Wilker wuchs in Ulm auf und studierte Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Im Jahr 2000 ging er für ein Praktikum bei Stefan Sagmeister nach New York. Und blieb. Zusammen mit dem Isländer Hjalti Karlsson gründete er karlssonwilker und sie arbeiten zusammen mit ihrem Team an den verschiedensten Projekten sowohl für kommerzielle Großunternehmen als auch für Non-Profit-Organisationen. Überall auf der Welt hält er Vorträge und Workshops und aktuell ist er Präsi-dent der amerikanischen Vertretung der AGI (Alliance Graphique Interna- tionale). Nette Menschen treffen sich gerne mit netten Menschen, sagt er. Eine Erkenntnis, die nicht nur für New York gilt. Wir freuen uns auf Jan Wilker! |  www.karlssonwilker.com