Buchsucht

18. Januar 2016, 1 Kommentare
Rudolf Paulus Gorbach

Bücher und Drucksachen der tgm 1949 bis 2009

Eine Vorstellung der Jahresgabe für die Mitglieder der tgm.
Eigentlich sollte dieses Buch schon 1999 zur fünfzigjährigen Wiederkehr des Neubeginns der tgm  erscheinen. Nach der Schließung 1933 wurde die tgm 1949 wieder gegründet und vor allem wiederbelebt. Die Aktivitäten wie Vorträge, Ausstellungen oder Besichtigungen und die Dokumente in Form von Drucksachen geben ein sehr lebendiges Bild dieser Gesellschaft.



Das Buch enthält neben einer reichlich bebilderten Bibliografie aller tgm-Bücher einen Katalog sämtlicher Vorträge, die die tgm seit 1949 veranstaltet hat. Parallel dazu wurden zahlreiche Abbildungen von tgm-Drucksachen aus dem Archiv ausgewählt. Ein dritter Teil vergleicht Inhaltsseiten von Jahresprogrammen als Varianten eines Ankündigungssystems und schließlich werden alle Umschlagseiten von Jahresprogrammen abgebildet. Im Anhang finden sich dann zahlreiche Tabellen zu Ereignissen, Personen und Firmen um die tgm.


Das Buch ist einfach gestaltet, Format 16 x 24 cm, Proportion 2 : 3, ein zurückhaltender und variabler Raster. Schrift Trump Mediäval, als Würdigung an Georg Trump, der der tgm sehr verbunden war.
Einfacher Leinenband mit Prägung, keinerlei Veredelungszaubereien.


Wohl als Jahresgabe gedacht und um die Mitglieder zu erfreuen, begann die tgm schon sehr früh, einzelne Bücher herauszugeben. Darunter sind bibliophile Werke genauso wie Bücher über Schriftgestalter, Typografen oder auch vor der tgm gehaltene Vorträge. Die Lust am Büchermachen ist immens. Nur so ist zu verstehen, dass sehr schöne und interessante Bücher bei der tgm herausgekommen sind. Es gibt umfangreiche Werke wie das große Buch über Georg Trump oder die Bremer Presse. Die Chronik zum hundertjährigen Bestehen der tgm steht neben oft kleinen, aber sehr feinen Publikationen. Auffallend sind für die Epoche seit 1949 die Arbeiten von Hans Lehnacker und – in der Anzahl die meisten – Bücher, die Philipp Luidl gestaltet hat.
Nur zögernd ließ sich in den letzten 20 Jahren diese Tradition fortsetzen. Die Bedingungen in der grafischen Industrie waren rauher geworden.


System und Variante
Jedes Jahr die gleiche Aufgabe. Und es wurde offensichtlich nicht langweilig. Jahresprogramme sind auch Kataloge, und in unserem Fall, den Jahresprogrammen der tgm, sind es Kataloge über Veranstaltungen. Diese haben immer ähnliche oder sogar gleiche Textstrukturen, weshalb sie sich gut für einen Vergleich der Gestaltung eignen. Ein System steht also fest, die Veranstaltungen der tgm, und die Varianten sind die Jahre, aber vor allem die unterschiedlichen Gestalter, deren Arbeit hier über 30 Jahre untersucht wurden.



Cover-Botschaften
Natürlich korrespondiert die Gestaltung  des Umschlags (fast) immer mit dem Innenleben der Jahresprogramm- Broschüren. Im Fall der besprochenen Varianten von Doppelseiten lässt sich das meistens recht
leicht zuordnen.


Vorträge
Der Katalog der Vorträge der tgm von 1949 bis 2009 enthält die Originaltexte der Ankündigung dieser Vorträge. Sie sind nicht kommentiert. Ich wollte damit zunächst eine Grundlage für eine eventuelle spätere wissenschaftliche Ausgabe schaffen, aber vor allem ein Nachschlagewerk für tgm-Aktive und Interessierte. Damit kann man erfahren was in früheren Zeiten schon alles da war, was manchmal das Genialitätsempfinden der Machenden etwas lindern könnte. Es stellte sich gleichzeitig heraus, wie fortschrittlich die tgm in ihrer Themenwahl war. Und hiezu kommen die ausgewählten Abbildungen (gerne hätte ich noch viel mehr abgebildet), die ein Epochenbild von oft vorbildlicher, sehr schöner und interessanter Typografie wiedergeben.
Die einzelnen Jahrzehnte werden mit sehr persönlich rückblickenden Zwischentexten von Philipp Luidl  eingeleitet. Diese Texte gehen auf einen Vortrag Luidls zum fünfzigjährigen Neubeginn zurück und basiert auf Dias, die das tgm-Team in Buchendorfer Nächten ausgesucht und aufbereitet hat.

 

Im Anhang finden Sie nicht nur einen Blick auf die tgm-nahe Initiative der Galerie Intergraphis 1966 bis 1971, sondern in Teamarbeit entstandene und zusammengetragene Tabellen (Uttinger Samstagssitzungen)  über
Symposien, Tagungen,
Ausstellungen
Typografische Ortsbesichtigungen
Werkstattgespräche,
Kurse, Seminare,
Exkursionen, Reisen,
Gestalter,
Sponsoren,
tgm-Vorstand ab 1949



Im umfangreichen Dank des Buches finden Sie viele Kollegen, die mitgearbeitet haben, und die uns unterstützenden Sponsoren. Aber vor allem: Ohne Xaver Erlachers Archiv, das er der tgm vermacht hat, wäre die Arbeit nicht möglich gewesen.

Rudolf Paulus Gorbach
Bücher und Drucksachen der tgm 1949 bis 2009
Mit einem Katalog sämtlicher Vorträge und Veranstaltungen
Zwischentexte von Philipp Luidl
Vorwort von Olaf Leu
272 Seiten
ca. 45o Abbildungen
160 x 240 mm
Leinenband
ISBN 978-3-981-20402-5
(Die Jahresgabe wird im Februar 2016 an die tgm-Mitglieder zusammen mit dem Jahresprogramm versandt)




Kommentare

1

Darauf freue ich mich schon; zu sehen, wie das Signet »TGM« von Jahr zu Jahr kleiner wurde

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