<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>tgm-Blog</title>
	<atom:link href="http://www.tgm-online.de/blog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.tgm-online.de/blog</link>
	<description>der Typographischen Gesellschaft München e.V.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Dec 2009 09:08:33 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Armenienrausch</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/363/armenienrausch/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/363/armenienrausch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 09:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catherine Avak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=363</guid>
		<description><![CDATA[Nach meiner R&#252;ckkehr in M&#252;nchen dachte ich mir: Toll, ich war Teil der besten Reisegruppe der Welt und hatte das Gl&#252;ck und die Ehre, die beste Reisef&#252;hrerin der Welt dabei gehabt zu haben. Armenien war h&#246;chst interessant und eindrucksvoll, aber nicht vordergr&#252;ndig so prall der Erinnerungen, dass ich unmittelbar den Wunsch versp&#252;rte, m&#246;glichst schnell dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meiner R&uuml;ckkehr in M&uuml;nchen dachte ich mir: Toll, ich war Teil der besten Reisegruppe der Welt und hatte das Gl&uuml;ck und die Ehre, die beste Reisef&uuml;hrerin der Welt dabei gehabt zu haben. Armenien war h&ouml;chst interessant und eindrucksvoll, aber nicht vordergr&uuml;ndig so prall der Erinnerungen, dass ich unmittelbar den Wunsch versp&uuml;rte, m&ouml;glichst schnell dort wieder hinzufahren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-373" title="_CHR0228" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/CHR02281.JPG" alt="_CHR0228" width="600" height="409" /></p>
<p>Wie sieht es aber jetzt nach mehr als vier Wochen aus? Nun, ich muss gestehen, dass es zwischenzeitlich geg&auml;rt hat. Ordentlich geg&auml;rt hat. Ich m&ouml;chte noch nicht von einem Zustand der &raquo;Armenienberauschung&laquo; sprechen, dennoch meine ich mir allm&auml;hlich einer besonders nachhaltigen armenischen Spiritualit&auml;t bewusst zu werden, die die Landschaft, die wir gesehen haben, die wenigen Menschen, die wir dort getroffen haben und die Musik, die wir h&auml;ufiger dort geh&ouml;rt haben, alle mit verursacht haben. Kurzum, ich bin mir sicher, dorthin einmal wiederzukehren, um mit Mu&szlig;e die Orte der Erinnerung aufzusuchen. Da gibt es noch viel zu entdecken.</p>
<p>Kleiner Exkurs: Bach, Haydn, Mozart, Beethoven u.v.a.m. hatten im Prinzip armenische Vorfahren!&#160;&#8211; Man m&uuml;sste nur einmal ordentlich musikwissenschaftlich forschen und w&uuml;rde dabei garantiert auf armenische Wuzeln sto&szlig;en. Zumindest m&uuml;tterlicherseits in der 3.&#8211;4. Ahnenreihe. Ich bin mir sicher, dass die armenische musikwissenschaftliche Forschung zwischenzeitlich zu ganz neuen Erkenntnissen diesbez&uuml;glich gelangt ist.*) In den wenigen Tagen in Armenien ist mir ein Volk ans Herz gewachsen, dass so unglaublich patriotisch ist, dass es nicht nur auf eigene kulturelle Leistungen der l&auml;ngsten Vergangenheit stolz ist, sondern in seiner grenzenlosen Gro&szlig;herzigkeit auch gleich andere Kulturgr&ouml;&szlig;en und kulturelle Errungenschaften des Orients wie des Okzidents f&uuml;r sich und seine Wurzeln zu vereinnahmen bereit ist. Das wirkt. Bei mir nachhaltig. Und positiv.</p>
<p>Wie Eingangs schon erw&auml;hnt, ist das ein fortdauernder Prozess, der gerade erst seinen Anfang genommen hat. Ziemlich genau am 07. Nov.&#8201;2009.</p>
<p><em>Christoph H&ouml;fer am 11. Dezember 2009</em></p>
<p>*) Anm. &#8574;. Red.: Diese Ironie bezieht sich einerseits auf Radio-Eriwan-Witze (&raquo;im Prinzip ja&laquo;), andrerseits auf die Bem&uuml;hungen vieler Armenier, in allen &raquo;positiven&laquo; historischen Ereignissen eine armenische Beteiligung nachweisen zu wollen.</p>
<p>Frage an Radio-Eriwan: &raquo;Ist es in der Ud<span class="caps">SSR</span> gestattet, die Spr&uuml;che Maos zu lesen?&laquo; &ndash; &raquo;Im Prinzip ja, aber nur im Original.&laquo;</p>
<p>Frage an Radio-Eriwan: &raquo;Darf ein kleiner Parteifunktion&auml;r einen gro&szlig;en Parteifunktion&auml;r kritisieren?&laquo; &ndash; &raquo;Im Prinzip ja, aber es w&auml;re echt schade um den kleinen Parteifunktion&auml;r&#8201;&#8230;&laquo;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-372" title="_CHR0012" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/CHR00121.JPG" alt="_CHR0012" width="600" height="399" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/363/armenienrausch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kleines Tagebuch der Organisation</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/292/kleines-tagebuch-der-organisation/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/292/kleines-tagebuch-der-organisation/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 13:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catherine Avak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Jerewan]]></category>
		<category><![CDATA[tgm-Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=292</guid>
		<description><![CDATA[Mai 2008, Istanbul:  Die Reisegruppe der tgm beim Abendessen. Einige am Tisch schlagen vor, auch einmal eine Studienreise nach Armenien zu unternehmen. Ich freue mich &#252;ber das Interesse und biete an, eine solche Reise f&#252;r die tgm zu organisieren. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keinerlei Vorstellung davon, was eine Reiseorganisation bedeutet.
Juni 2008,  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mai 2008, Istanbul:  Die Reisegruppe der tgm beim Abendessen. Einige am Tisch schlagen vor, auch einmal eine Studienreise nach Armenien zu unternehmen. Ich freue mich &uuml;ber das Interesse und biete an, eine solche Reise f&uuml;r die tgm zu organisieren. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keinerlei Vorstellung davon, was eine Reiseorganisation bedeutet.</p>
<p>Juni 2008,  M&uuml;nchen: Das Aktivteam der tgm beim allmonatlichen Jour fixe. Der Vorschlag zur Reise nach Armenien wird ausgesprochen und findet allgemeine Zustimmung.</p>
<p>Oktober 2008: Kurz nach Ank&uuml;ndigung der Reise gibt es schon die ersten Voranmeldungen! Ich bin zwar mitten in der Planung, kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass am Ende die Mindestzahl der Anmeldungen &uuml;berhaupt erreicht wird.</p>
<p>April 2009: Armenien-Mattinee der tgm. Monique Laruell bewirtet die Teilnehmer mit armenischen Gerichten. Sie ist begeistert von dieser K&uuml;che, die sie gerade erst kennengelernt hat. Gerayer Koutcharian kommt aus Berlin und f&uuml;hrt die Teilnehmer in die Kultur der Armenier ein.</p>
<p>9. Mai 2009: tgm zeigt Atom Egoyans Film &raquo;Ararat&laquo;, der trotz der schwierigen und teilweise unverst&auml;ndlichen (kanadisch-englischen) Dialoge f&uuml;r eine rege Diskussion im Anschluss sorgt.</p>
<p>18. Mai 2009: Die Reise ist ausgebucht!</p>
<p>Juli 2009, Jerewan: Familientreffen. Perfekt! So kann ich zumindest das Hotel vor Ort buchen und muss mich nicht nur auf die vielversprechende Internetwerbung verlassen. An weitere Organisation ist allerdings nicht zu denken. Die Hitze l&auml;hmt (&uuml;ber 40 &#8451;), und ich bin nur 4 Tage dort.</p>
<p>September bis 23. Oktober 2009: Meine Telefonleitung l&auml;uft hei&szlig;. Die Familie in Armenien wird immer wieder gebeten, Informationen zu sammeln, und ich bin in regem Kontakt mit Kollegen, vor allem mit Edik Ghabuzyan, dem Jerewaner Type-Designer, der begeistert ist davon, dass deutsche Typografen und Typorgrafie-Interessierte nach Armenien kommen, um seine Kultur, ihn und seine Kollegen und deren Werke kennenzulernen.</p>
<p>24. Oktober bis 31. Oktober 2009, Jerewan: T&auml;glich drei bis vier Termine (Kollegen treffen, deutsche F&uuml;hrungen bei diversen Museen organisieren, Test-Essen in verschiedenen Restaurants, ein geeignetes Konzert, einen &Uuml;bersetzer und/oder Reisef&uuml;hrer, eine zuverl&auml;ssige Transportfirma finden usw.) Am letzten Abend vorm Eintreffen der Reisegruppe habe ich zumindest die ersten f&uuml;nf Tage komplett geplant und einen l&uuml;ckenlosen Verlauf des Programms festgelegt. An den letzten zwei Tagen der Reise gibt es jeweils eine noch nicht best&auml;tigte Verabredung. Die Armenier verstehen nicht, warum man sich eine Woche oder gar zehn Tage vorher fest verabreden soll (&raquo;Wir telefonieren am Abend zuvor&#8201;&#8230;&laquo;). Mit einfachsten Mitteln setze ich ein Programm-Faltblatt, lasse es 25 Mal in einem abenteuerlichen Copyshop ausdrucken, falte und schneide diese als das Telefon klingelt: erste Programm&auml;nderung: Die Kulturministerin empf&auml;ngt die Gruppe nicht wie vereinbart am Mittwoch, sondern bereits am Montag&#8201;&#8230;</p>
<p>7. November 2009: Wir sind zur&uuml;ck zu Hause.  Ich hatte die wunderbarste Reisegruppe, die sich ein Reiseleiter nur vorstellen kann. Eine Gruppe, die mich nach einem absolut unertr&auml;glichen Konzert umarmte und sagte: &raquo;Alles ist gut &ndash; entspanne dich.&laquo; Danke euch daf&uuml;r! Und danke euch auch daf&uuml;r, dass ihr die Sch&ouml;nheit &raquo;meines&laquo; Landes gesehen und dessen Unzul&auml;nglichkeiten liebevoll toleriert habt &ndash; etwas, was mir selbst nur sehr selten gelingt.<br />
Danke auch an alle, die mich bei dieser spannenden Arbeit begleitet und unter&shy;st&uuml;tzt haben. Danke, Tessa Hofmann, f&uuml;r Ihre Essay im tgm-Halbjahres&shy;programm Fr&uuml;hjahr/Sommer 2009. Danke, Gerayer Koutcharian, f&uuml;r Ihre Einf&uuml;hrung im Fr&uuml;hjahr 2009 in M&uuml;nchen. Danke, Edik Ghabuzyan, f&uuml;r Ihre Begeisterung, Ihre Offenheit und Ihre enorme Unterst&uuml;tzung vor Ort. Danke, Marina Dietweger, f&uuml;r die wunderbare Teamarbeit. Und danke, tgm, f&uuml;r die Gelegenheit, mich so intensiv mit&nbsp;meinen Wurzeln und mit dem Land meiner Vorfahren besch&auml;ftigen zu k&ouml;nnen.</p>
<p><em>Samstag, 7. November 2009, Catherine Avak</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/292/kleines-tagebuch-der-organisation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Abreise: Fingerabdr&#252;cke in Armenien und n&#228;chtliches Arbeiten</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/285/fingerabdruecke-in-armenien-und-naechtliches-arbeiten/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/285/fingerabdruecke-in-armenien-und-naechtliches-arbeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 12:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catherine Avak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Jerewan]]></category>
		<category><![CDATA[tgm-Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=285</guid>
		<description><![CDATA[Um drei Uhr morgens fanden wir uns alle p&#252;nktlich beim Bus ein. Das Hotel wollte fast noch unsere Abfahrt vereiteln, weil noch nicht in allen Zimmern die Minibars kontrolliert worden waren. Unser Vorsitzender l&#246;ste das Problem aber in gewohnt souver&#228;ner Weise.
Ein letzter Blick auf den Ararat:

Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen mu&#223;ten alle ihre Fingerabdr&#252;cke hinter&#173;lassen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um drei Uhr morgens fanden wir uns alle p&uuml;nktlich beim Bus ein. Das Hotel wollte fast noch unsere Abfahrt vereiteln, weil noch nicht in allen Zimmern die Minibars kontrolliert worden waren. Unser Vorsitzender l&ouml;ste das Problem aber in gewohnt souver&auml;ner Weise.</p>
<p>Ein letzter Blick auf den Ararat:</p>
<p><img class="size-full wp-image-327 alignnone" title="tgmblog_ararat" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/tgmblog_ararat.jpeg" alt="Ein letzter Blick auf den Ararat" width="600" height="450" /></p>
<p>Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen mu&szlig;ten alle ihre Fingerabdr&uuml;cke hinter&shy;lassen, ganz unabh&auml;ngig vom Alter des Reisepasses. Werden die jederzeit abrufbar aufbewahrt, oder sind sie schnell entsorgter Datenm&uuml;ll? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.</p>
<p>In der Cafeteria hie&szlig; es dann Warten. F&uuml;r die einen war es fr&uuml;her Morgen, f&uuml;r andere sp&auml;ter Abend &ndash; zu sehen an der Wahl der Getr&auml;nke (Kaffee oder Rotwein), Am Blog wurde flei&szlig;ig auf drei <span class="caps">PC</span>s gearbeitet. So auch in Wien-Schwechat, wo wir nach drei Stunden um sechs Uhr morgens ankamen und drei Stunden auf unseren Anschlu&szlig;flug nach M&uuml;nchen warten mu&szlig;ten.</p>
<p>Wir hatten eine so wunderbare Reise! Viele gro&szlig;artige Eindr&uuml;cke und Sinnes&shy;freuden m&uuml;ssen erst noch verarbeitet werden. Ich (Ulrike) tr&auml;umte in der ersten Nacht daheim, wie ich perfekt mein Duduk spielen kann. Und tats&auml;chlich konnte ich ihm mittlerweile (einmal) einen Ton entlocken!</p>
<p>Zum Abschied von Armenien, von Hayastan, wie das Land in seiner eigenen Sprache hei&szlig;t, hier noch das sch&ouml;ne Gedicht von Jeghische Tsch&#8217;arents, hier in Deutsch, so wie Hakob es uns vorgelesen hat (der/die &Uuml;bersetzerIn ist uns leider nicht bekannt).</p>
<p>Mein Armenien</p>
<p>Den Sonnengeschmack in der Sprache meines Armeniens liebe ich,<br />
die klagende, schluchzende Saite unserer alten Saz liebe ich,<br />
den Duft blutroter Blumen und Rosen<br />
und den sanften Reigen der M&auml;dchen von Nairi liebe ich.</p>
<p>Ich liebe das Blau unseres Himmels, das klare Wasser, den gl&auml;nzenden See,<br />
die Sommersonne und die drachenstimmigen Winterst&uuml;rme,<br />
die schwarzen Mauern der im Dunkeln verborgenen H&auml;user,<br />
und uralter St&auml;dte tausendj&auml;hrigen Stein liebe ich.</p>
<p>Wo ich auch bin &ndash; ich vergesse nicht den klagenden Ton unserer Ges&auml;nge,<br />
vergesse nicht unsere zu Gebeten gewordenen B&uuml;cher in Eisenschrift,<br />
und wie sehr auch mein Herz von unseren blutigen Wunden brennt &ndash;<br />
mein verwaistes, kummervolles und gesch&auml;tztes Armenien liebe ich ewiglich.</p>
<p>F&uuml;r mein sehns&uuml;chtiges Herz gibt es auf Erden keine andere Erz&auml;hlung,<br />
gibt es einen den Narekats&#8217;i, dem Khutsch&#8217;ak gleichen Verstand nicht auf&nbsp;dieser Welt.<br />
Durchstreif&rsquo; die Welt &ndash; es gibt keinen wei&szlig;en Gipfel dem des Ararat gleich.<br />
Den Gipfel des Ararat liebe ich &ndash; wie den Weg zu unerreichbarem Ruhm.</p>
<p>&raquo;Mein Armenien&laquo; von Jeghische Tsch&#8217;arents in original:</p>
<p><img class="size-full wp-image-328 alignnone" title="tgmblog_gedicht" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/tgmblog_gedicht.jpeg" alt="»Mein Armenien« von Jeghische Tsch'arents" width="600" height="581" /></p>
<p>Schnorhakal em Catherine, schnorhakal em Hakob. Z-tesutjoon Hayastan!</p>
<p><em>Ulrike und Johannes K&uuml;ster</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/285/fingerabdruecke-in-armenien-und-naechtliches-arbeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Donnerstag: von Maschtots bis Chatscha&#8217;atrjan</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/251/donnerstag-von-maschtots-bis-chatschaatrjan/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/251/donnerstag-von-maschtots-bis-chatschaatrjan/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 12:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catherine Avak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Jerewan]]></category>
		<category><![CDATA[tgm-Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=251</guid>
		<description><![CDATA[Besuch beim Schriftheiligen
Der Schriftheilige Armeniens, dessen Grab jedes Schulkind besuchen muss, liegt in Oshakan. Er hie&#223; Mesrop Maschtots und er hat die armenische Schrift im 4.&#8201;Jahrhundert konstruiert. Im Buchstaben-Skulpturengarten in Oshakan sind die einzelnen heiligen Zeichen reichlich verziert dargeboten (im Bild der armenische Buchstabe T).

Im Nebengeb&#228;ude, in dem sich normalerweise die &#187;heiligen&#171; &#220;bersetzer treffen, war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Besuch beim Schriftheiligen</p>
<p>Der Schriftheilige Armeniens, dessen Grab jedes Schulkind besuchen muss, liegt in Oshakan. Er hie&szlig; Mesrop Maschtots und er hat die armenische Schrift im <nobr>4.&thinsp;Jahr</nobr>hundert konstruiert. Im Buchstaben-Skulpturengarten in Oshakan sind die einzelnen heiligen Zeichen reichlich verziert dargeboten (im Bild der armenische Buchstabe T).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-271" title="buchstabengarten_8997" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/buchstabengarten_89971.jpg" alt="buchstabengarten_8997" width="600" height="902" /></p>
<p>Im Nebengeb&auml;ude, in dem sich normalerweise die &raquo;heiligen&laquo; &Uuml;bersetzer treffen, war die Ausstellung des letztj&auml;hrigen Type-Design-Wettbewerbs &raquo;Granschan&laquo; zu sehen. Die abgebildete Arbeit stammt von Edik Ghabuzyan, wohl einer der interessantesten Type-Designer Armeniens.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-243" title="Ghabuzyan blatt_9028" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ghabuzyan-blatt_9028.jpg" alt="Ghabuzyan blatt_9028" width="485" height="600" /></p>
<p>Der Designerverband Armeniens</p>
<p>Eine Delegation der tgm-Reisegruppe besuchte den armenischen Designer&shy;verband, repr&auml;sentiert durch den jetzigen und den ehemaligen Pr&auml;sidenten. In der Sowjetzeit gab es bereits eine Designinitiative, die den heutigen Umst&auml;nden entsprechend wieder aufleben soll. Das wird etwas schwierig werden, da die dazugeh&ouml;rige Industrie im heutigen Armenien weitgehend fehlt. Der Verband umfasst alle Designbereiche, wobei Industrie, M&ouml;bel und Architektur im Vorder&shy;grund stehen sollen. Nach Aussage des Pr&auml;sidenten w&auml;ren genug Spezialisten im Land, die damit repr&auml;sentiert werden sollten. Etwa 400 Mitglieder g&auml;be es bisher. Fortbildungsseminare f&uuml;r Gestalter gibt es bisher nur selten. Jedoch redet der Designerverband bei den Lehrpl&auml;nen der fachlichen Schulen mit und aus dem Vorstand des Designverbands kommen auch Dozenten. Es gibt haupts&auml;chlich Wettbewerbe. Die Mitglieder m&uuml;ssen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Erfahrung im Beruf haben. Sie werden nach vorliegenden Arbeiten von einem kleinen Gremium ausgew&auml;hlt.</p>
<p>Die kleinste Dorfkirche Armeniens oder der ganzen Welt?</p>
<p>&raquo;Karmrawor&laquo;, schnuckelige kleine Dorfkirche aus dem <span class="hwzr cent">7. Jahrhundert</span> im Regen. Sch&ouml;ne alte Kreuzsteine. Inschrift als Fries um die Kirche.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-250" title="Karmrawor_9050" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Karmrawor_9050.jpg" alt="Karmrawor_9050" width="600" height="770" /></p>
<p>Schluchtkirche</p>
<p>Noch mehr Regen um die Klosterkirche &raquo;Saghmosavank&laquo; (Psalmenkloster), herrlich &uuml;ber einer wundersch&ouml;nen, wildromantischen Schlucht gelegen. W&auml;hrend Hakob nach dem Schl&uuml;ssel rennt, genie&szlig;en wir die nasse Aussicht. Dankbar in den trockenen Innenr&auml;umen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-263" title="Psalmenkloster_9077" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Psalmenkloster_9077.jpg" alt="Psalmenkloster_9077" width="600" height="381" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-264" title="Schlucht_9063" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Schlucht_9063.jpg" alt="Schlucht_9063" width="600" height="399" /></p>
<p>Opera</p>
<p>Im 1937 eingeweihten Doppelbau Oper und Philharmonie &uuml;berrascht Aram Chatsch&#8217;atrjan mit seinem Ballett &raquo;Gajane&laquo; (1942), von dem die meisten nur den &raquo;S&auml;beltanz&laquo; kennen. Sp&auml;texpressionistisches, sehr farbiges B&uuml;hnenbild (noch vom Meister selbst genehmigt), akzeptables Orchester, enthusiastisch beklatschte T&auml;nzer (Ballett-T&auml;nzer in Yerevan sollte man sein). Trotzdem wurde wie wild telefoniert und fotografiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-272" title="Opera Yerevan" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Opera-Yerevan1.jpg" alt="Opera Yerevan" width="600" height="392" /></p>
<p><em>Donnerstag, <span class="hwzr digi">5.11.2009</span>, abends, Astrid Baldauf und Rudolf Paulus Gorbach</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/251/donnerstag-von-maschtots-bis-chatschaatrjan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unterwegs: Landschaft, Gegend</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/222/unterwegs-landschaft-gegend/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/222/unterwegs-landschaft-gegend/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=222</guid>
		<description><![CDATA[








Mittwoch, 4.11.2009, Pavlo Kochan
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_3_PB040006.jpg" alt="Landschaft_3_PB040006" title="Landschaft_3_PB040006" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-226" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_2_PB040012.jpg" alt="Landschaft_2_PB040012" title="Landschaft_2_PB040012" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-225" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_4_PB040004.jpg" alt="Landschaft_4_PB040004" title="Landschaft_4_PB040004" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-227" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_5_PB040001.jpg" alt="Landschaft_5_PB040001" title="Landschaft_5_PB040001" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-228" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_6_PB040005.jpg" alt="Landschaft_6_PB040005" title="Landschaft_6_PB040005" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-229" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_7_PB040010.jpg" alt="Landschaft_7_PB040010" title="Landschaft_7_PB040010" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-230" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_8_PB040011.jpg" alt="Landschaft_8_PB040011" title="Landschaft_8_PB040011" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-231" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschafgt_9_PB040008.jpg" alt="Landschafgt_9_PB040008" title="Landschafgt_9_PB040008" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-223" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Landschaft_10_PB040003.jpg" alt="Landschaft_10_PB040003" title="Landschaft_10_PB040003" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-232" /></p>
<p><em>Mittwoch, <span class="hwzr digi">4.11.2009</span>, Pavlo Kochan</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/222/unterwegs-landschaft-gegend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mittwoch: Sewansee und Matenadaran</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/191/mittwoch-sewansee-und-matenadaran/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/191/mittwoch-sewansee-und-matenadaran/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 04:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=191</guid>
		<description><![CDATA[Um 8:30&#160;Uhr morgens brechen wir wie immer mit leichter Versp&#228;tung Richtung Sewansee auf. Die Zeit dr&#228;ngt, mittags m&#252;ssen wir wieder zur&#252;ck sein, denn die armenische Schriftensammlung wartet auf uns. 
W&#228;hrend sich unser Bus die Steigungen ins armenische Hochland hinaufqu&#228;lt, wird in unserem R&#252;cken zum ersten Mal der Gipfel des Ararat sichtbar. Die Sonne scheint, wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 8:30&#160;Uhr morgens brechen wir wie immer mit leichter Versp&auml;tung Richtung Sewansee auf. Die Zeit dr&auml;ngt, mittags m&uuml;ssen wir wieder zur&uuml;ck sein, denn die armenische Schriftensammlung wartet auf uns. </p>
<p>W&auml;hrend sich unser Bus die Steigungen ins armenische Hochland hinaufqu&auml;lt, wird in unserem R&uuml;cken zum ersten Mal der Gipfel des Ararat sichtbar. Die Sonne scheint, wir haben Gl&uuml;ck, und je weiter wir vorankommen, umso h&ouml;her werden die Berge um uns herum, deren Gipfel schon alle wei&szlig; sind. Als wir an Sewan, der namensgebenden Stadt, vorbeifahren, gr&uuml;&szlig;t ihr Wahrzeichen, ein Riesenrad mit einer letzten, einsamen Gondel, ein Relikt aus besseren Zeiten. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Fahrt-nach-Seewan.jpg" alt="Fahrt-nach-Seewan" title="Fahrt-nach-Seewan" width="600" height="399" class="alignnone size-full wp-image-209" /></p>
<p>Bevor die Stra&szlig;e das Seeufer erreicht, umfahren wir eine Erhebung mit Namen Schwiegertochterh&uuml;gel. Diese Bezeicnung geht auf eine Sage zur&uuml;ck, nach der eine Schwiegertochter verga&szlig;, die Quelle des Dorfes mit einem Stein wieder zu verschlie&szlig;en und so der &uuml;berquellende Brunnen eine gro&szlig;e &Uuml;berschwemmung verursachte, die zur Entstehung des Sewansees f&uuml;hrte. Die erbosten Dorfbewohner verfluchten daraufhin die Frau, und sie erstarrte zu Stein. Ergebnis war der obengenannte H&uuml;gel. </p>
<p>Kurz darauf erreichen wir die Uferstra&szlig;e, die wohl etwa das fr&uuml;here Niveau des Sees markieren d&uuml;rfte. Der in 1900 Metern H&ouml;he &uuml;ber dem Meeresspiegel gelegene See ist einer der h&ouml;chstgelegenen der Welt und hat heute nur noch etwa zwei Drittel der urspr&uuml;nglichen Ausdehnung, was auf die extensive Wasserentnahme w&auml;hrend sowjetischer Zeiten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Damals wurden an Flussl&auml;ufen, die dem See entspringen, mehrere gro&szlig;e Kraftwerke errichtet, um das Land mit Strom zu versorgen. Dieser Umstand h&auml;tte auf Dauer f&uuml;r die Region, die haupts&auml;chlich von Kartoffelanbau und Fischfang lebt, katastrophale Folgen gehabt.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Seewan_See.jpg" alt="Seewan_See" title="Seewan_See" width="600" height="370" class="alignnone size-full wp-image-196" /></p>
<p>Von der Uferstra&szlig;e biegen wir in einen Weg ein, der uns &uuml;ber ein Trasse, die fr&uuml;her einmal unter Wasser lag, zum Kloster bringt, das heute auf einer Halbinsel liegt. Der Name kommt se van, was so viel bedeutet wie hier (se) soll ein Kloster (van) entstehen. Wir steigen 250 Stufen zu den drei Kirchen hinauf, von denen zwei noch stehen. Der Ausblick ist atemberaubend, das Ende des See nur noch zu erahnen. Nicht umsonst sprechen die Einheimischen von ihrem Meer. Der Himmel ist verhangen, nur hin und wieder bricht die Sonne durch, die Atmosph&auml;re ist d&uuml;ster, was diesem Ort mit seinen geduckten, dunklen, sehr archaischen Kirchen eine unheimliche Stimmung gibt. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Seewan_Kirche1.jpg" alt="Seewan_Kirche" title="Seewan_Kirche" width="579" height="395" class="alignleft size-full wp-image-219" /></p>
<p>Bei der Besichtigung einer der Kirchen zeigt uns Hakob, unser F&uuml;hrer, einen Kreuzstein aus dem <span class="hwzr cent">16. Jahrhundert</span> mit biblischen Szenen. Die Einfachheit der Darstellungen, die schon fast etwas Kindliches haben, beeindruck uns sehr. Nach einem letzten Rundgang kehren wir, mittlerweile frierend, zum Bus zur&uuml;ck. Hier liegt schon Schnee, und der Wind ist bitterkalt. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Esel.jpg" alt="Esel" title="Esel" width="600" height="425" class="alignnone size-full wp-image-193" /></p>
<p>Auf dem R&uuml;ckweg entscheiden wir uns an einer g&uuml;nstigen Stelle f&uuml;r einen kurzen Halt, damit jeder den m&auml;chtigen Berg Ararat in digitaler Form mit nach Hause nehmen kann. Nach der Ankunft im Hotel und kurzem Aufenthalt schl&auml;ngelt sich unser Bus wieder durch den aberwitzigen Verkehr Jerewans Richtung Norden zur armenischen Schriftensammlung, dem Matenadaran. Die Armenier haben mit diesem Prachtbau ihrer Schrift ein wahres Denkmal gesetzt. Der Bau liegt in exponierter Lage auf einem H&uuml;gel &uuml;ber der Stadt. Wir genie&szlig;en einen wunderbaren Ausblick. Die Sammlung ist, auch Dank wohlhabender und wohlgesonnener Exilarmenier, in kurzer Zeit von 5000 auf 17000 Exemplare angewachsen, und deren Digitalisierung wurde bereits begonnen. Unter <a href="http://www.matenadaran.am">matenadaran.am</a> wird es bald (vielleicht auch schon jetzt?) m&ouml;glich sein, einige dieser Sch&auml;tze zu betrachten. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Mashtot.jpg" alt="Mashtot" title="Mashtot" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-206" />Mesrop Mashtot vor dem Matenadran<br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Bibliothek_Landkarte.jpg" alt="Bibliothek_Landkarte" title="Bibliothek_Landkarte" width="600" height="387" class="alignnone size-full wp-image-199" />Armenien in der Bibliothek<br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Bibliothek_ganz.jpg" alt="Bibliothek_ganz" title="Bibliothek_ganz" width="600" height="399" class="alignnone size-full wp-image-192" />Bibliothekssaal</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Buch_1.jpg" alt="Buch_1" title="Buch_1" width="300" height="181" class="alignleft size-full wp-image-200" />Unter fachkundiger F&uuml;hrung bekommen wir einen &Uuml;berblick der wichtigsten Exponate, beginnend mit Schriften aus der Ursprungszeit der armenischen Schrift, deren Sch&ouml;pfer Mesrop Mashtot hei&szlig;t. Er entwickelte sie in Kooperation mit einem Kalligraphen im Jahr 405.<br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Buch_2.jpg" alt="Buch_2" title="Buch_2" width="300" height="207" class="alignleft size-full wp-image-201" />Nach Abschluss der Arbeiten wurde als Erstes die Bibel &uuml;bersetzt, um den Armeniern endlich Zugang zu diesen Texten zu verschaffen. Dies war enorm wichtig, da die Religion damals wie heute identit&auml;tsstiftend f&uuml;r dieses in alle Welt verstreute Volk wirkt. Als Konsequenz folgten weitere &Uuml;bersetzungen, vor allem griechischer und r&ouml;mischer Werke<br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Buch_3.jpg" alt="Buch_3" title="Buch_3" width="300" height="193" class="alignleft size-full wp-image-202" />der Antike, die so vor der Vergessenheit bewahrt wurden, da ironischerweise die Originale in den Wirrungen des Mittelalters verloren gingen. Es finden sich hier bedeutende Handschriften zu Themen wie Philosophie, Naturwissenschaften, Recht und Grammatik sowie W&ouml;rterb&uuml;cher. </p>
<p>Eine kleine Anmerkung an dieser Stelle: &Uuml;bersetzer genie&szlig;en bis heute in Armenien hohe Anerkennung, was sich in der wohl weltweit einmaligen Tatsache ausdr&uuml;ckt, dass es einen nationalen Feiertag f&uuml;r diesen Berufsstand gibt.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Bibliothek.jpg" alt="Bibliothek" title="Bibliothek" width="600" height="517" class="alignnone size-full wp-image-197" /></p>
<p>Eine Besonderheit der Ausstellung ist die Pr&auml;sentation des armenischen Rot, ein Farbstoff, der bei den Miniaturen und Illuminationen verwendet wurde. Dieses Rot wird aus Cochinellen, kleinen asselartigen Krebstierchen gewonnen, die nur einmal im Jahr zur Paarung an die Erdoberfl&auml;che kommen. Die Rezeptur dieses Farbstoffs war zwar &uuml;ber die Jahrhunderte verloren gegangen, doch gelang es einem findigen Forscher des Matenadaran, nach langj&auml;hrigen Versuchen dessen Gewinnung nachzuvollziehen, sodass er heute wieder hergestellt werden kann. Dieses wundersch&ouml;ne Rot bleicht auch &uuml;ber die Jahrhunderte nicht aus und war im Altertum eine in ganz Europa begehrte Ware. </p>
<p>Einige Auswerw&auml;hlte unserer Gruppe d&uuml;rfen auch das Allerheiligste der Sammlung besichtigen, das Depot, wo ihnen im kleinen Kreis noch einige Kostbarkeiten gezeigt werden. Die anderen T&uuml;ren des Instituts bleiben uns leider verschlossen, weil die Zusage zur Besichtigung in letzter Minute zur&uuml;ckgezogen werden. Schade!</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Geheim.jpg" alt="Geheim" title="Geheim" width="600" height="344" class="alignnone size-full wp-image-204" /></p>
<p>Am Abend essen wir in einem Restaurant, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die alte armenische K&uuml;che wiederzubeleben. Hier wird nach Rezepten gekocht, die schon in Vergessenheit zu geraten drohten, zum Beispiel Ghapama, ein mit N&uuml;ssen, getrockneten Fr&uuml;chten und Reis gef&uuml;llter K&uuml;rbis, mit Honig begossen und etwa sechs stunden gebacken. Bei Wein und armenischer Live-Musik lassen wir es uns schmecken, um danach noch bei einem heiteren Umtrunk im Hotel den Tag zu beschlie&szlig;en. Sch&ouml;n war&#8217;s!</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Kuerbis.jpg" alt="Kuerbis" title="Kuerbis" width="600" height="430" class="alignnone size-full wp-image-205" /></p>
<p><em>Mittwoch, <span class="hwzr digi">4.11.2009</span>, abends, Angelika und Robert Iwen</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/191/mittwoch-sewansee-und-matenadaran/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Noch einmal zur&#252;ck: zum Sonntag!</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/170/noch-einmal-zurueck-zum-sonntag/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/170/noch-einmal-zurueck-zum-sonntag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 04:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=170</guid>
		<description><![CDATA[Jerewan &#8211; 14 Grad &#8211; Regen. Frisur sitzt soweit. Endlich haben wir wieder eine Nacht geschlafen&#160;&#8211; statt im Flieger verbracht. Die morgendliche Herausforderung: Fr&#252;hst&#252;ck am Buffet organisieren. Erster kritischer Moment, weil sich weder Besteck noch Kaffee einstellen. Also flexibel sein und Marmelade mit Brot aufstippen. Und selbstgebrauter Nescaf&#233; tut&#8217;s auch&#8201;&#8230;
Es ist Sonntag, zudem Allerheiligen, wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jerewan &ndash; 14 Grad &ndash; Regen. Frisur sitzt soweit. Endlich haben wir wieder eine Nacht geschlafen&#160;&#8211; statt im Flieger verbracht. Die morgendliche Herausforderung: Fr&uuml;hst&uuml;ck am Buffet organisieren. Erster kritischer Moment, weil sich weder Besteck noch Kaffee einstellen. Also flexibel sein und Marmelade mit Brot aufstippen. Und selbstgebrauter Nescaf&eacute; tut&rsquo;s auch&#8201;&#8230;</p>
<p>Es ist Sonntag, zudem Allerheiligen, wir besuchen heute die religi&ouml;sen Zentren Armeniens. Erst mal, nicht weit von Jerewan, die Kirche Hripsime, eine urt&uuml;mliche, recht stimmungsvolle kleine Kirche, der M&auml;rtyrerin gleichen Namens geweiht. Wie die meisten M&auml;rtyrer ereilte auch sie ein unappetitliches Schicksal, weil sie fromm und noch dazu h&uuml;bsch war. Aber einen sch&ouml;nen Sarkophag hat sie bekommen, zu besichtigen in der niedrigen, stickigen Grabkammer. Ein M&auml;dchenchor, blau gewandet, singt im beginnenden Gottesdienst, sehr nett. Hier erkennt man schon einige  Grundz&uuml;ge der armenischen Kirchenarchitektur: z.&#8202;B. charakteristische L&auml;ngs-Kerben in den tragenden W&auml;nden &ndash; zur besseren Stabilit&auml;t bei Erdbeben. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0013951.jpg" alt="R0013951" title="R0013951" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-174" /></p>
<p>Wir fahren weiter zum religi&ouml;sen Zentrum Armeniens, nach Etschmiatzin. Hier wohnt und wirkt das Oberhaupt der Armenisch-Apostolischen Kirche: der Katholikos. Eindeutig ein vielbesuchter Ort f&uuml;r die ganze armenische Familie, samt bookshop, in dem man u.&#8202;a. Erde/geweihtes Wasser/Weihrauch aus Armenien kaufen kann. Haben die vielen Exil-Armenier hoffentlich auch dabei. In der Hauptkathedrale l&auml;uft gerade die ca. dreist&uuml;ndige Zeremonie. Praktischerweise kann man in Armenien einfach nur einem Teil des Gottesdienstes beiwohnen, es herrscht ein Kommen und Gehen. Und den Katholikos himself sehen wir tats&auml;chlich auch noch einziehen&#8201;&#8230; ihm voraus eine Hundertschaft von Priestern/Priesteranw&auml;rtern, die dort ausgebildet werden.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0013961.jpg" alt="R0013961" title="R0013961" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-175" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Katholikus.jpg" alt="Katholikus" title="Katholikus" width="600" height="470" class="alignnone size-full wp-image-185" /></p>
<p>Sehr sch&ouml;n sind die gesammelten Kreuzsteine in der N&auml;he aus verschiedenen Epochen, teils unter abenteuerlichen Umst&auml;nden vor der Vernichtung gerettet. Sehr deutliche keltische Knoten-Ornamente &ndash; anscheinend kamen die origin&auml;r auch aus Armenien. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014011.jpg" alt="R0014011" title="R0014011" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-176" /></p>
<p>Nach Besichtigung der Schatzkammer von Etschmiazin (mit diversen Reliquien, z.&#8202;B. einem St&uuml;ck aus der Arche Noah, die ja auf dem Berg Ararat gestrandet sein soll), geht&rsquo;s weiter zur Kirche Gayane, der Ziehmutter der Hripsime. </p>
<p>Hierauf folgt ein weiterer H&ouml;hepunkt: die Ruinen von Zwartnotz in der N&auml;he des Flughafens. Das Modell der antiken runden Kirche mit f&uuml;nf Eing&auml;ngen hatten wir schon am Vortag in ganzer Pracht im Museum gesehen, jetzt stehen nur noch die lange versch&uuml;tteten Fundamente vor uns &ndash; man vermutet, dass die Kirche durch eine Explosion zerst&ouml;rt wurde. In der Ferne ist zum ersten Mal schemenhaft zwischen Wolken ein Teil des Berges Ararat zu erahnen, der unwirklich die armenische Hochebene &uuml;berragt. Hoffentlich bekommen wir ihn diese Woche noch richtig zu sehen. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014025.jpg" alt="R0014025" title="R0014025" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-177" /></p>
<p>Zur&uuml;ck in der Stadt g&ouml;nnt Catherine uns eine kleine Verschnaufpause im Caf&eacute;. Das Personal ist zwar deutlich &uuml;berfordert mit unserer Reisegruppe, bleibt aber nach Art der Armenier ganz relaxed. Wir spazieren zu Fu&szlig; zur&uuml;ck zum Hotel und sehen u.a. eine Hochglanzseite der Stadt: einen neugebauten Prachtboulevard, der durch das alte Viertel gefr&auml;st wurde, ges&auml;umt von ungem&uuml;tlich wirkenden hochgeschossigen Imponierbauten mit Luxusl&auml;den unten und abartig teuren (entsprechend noch leerstehenden) Wohnungen oben. R&uuml;hrend dagegen sind die gro&szlig;en handgemalten Theaterplakate an der Oper, die uns Catherine zeigt: Bei den Dauerbrenner-St&uuml;cken werden nur die Darstellernamen und Vorstellungstermine &uuml;bermalt. Hier gibt es also noch richtige Schildermaler.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014038.jpg" alt="R0014038" title="R0014038" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-178" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014039.jpg" alt="R0014039" title="R0014039" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-179" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014060.jpg" alt="R0014060" title="R0014060" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-180" /></p>
<p>Abends geht es in einen netten Jazzclub in der Stadt. Bei Livemusik (Girl from Ipanema usw.) wird das wie immer sehr leckere Abendessen serviert. Auch hier schafft unsere Riesengruppe es wieder, die Weinvorr&auml;te des Lokals zu knacken, so dass wir uns auf intensive Tests des ber&uuml;hmten &ouml;rtlichen Kognaks verlegen. Entsprechend beschwingt erklimmen wir anschlie&szlig;end noch die Kaskaden, eine endlose Treppenanlage hoch auf den Aussichtsberg. Oben bietet sich ein wundersch&ouml;ner weiter Blick &uuml;ber die Stadt. </p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014078.jpg" alt="R0014078" title="R0014078" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-181" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014083.jpg" alt="R0014083" title="R0014083" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-182" /><br />
<img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/R0014092.jpg" alt="R0014092" title="R0014092" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-183" /></p>
<p><em><span class="hwzr digi">1.11.2009</span>, abends, Claudia Badouin<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/170/noch-einmal-zurueck-zum-sonntag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Heitere Sonnenanbeter mit Brotkult</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/122/heitere-sonnenanbeter-mit-brotkult/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/122/heitere-sonnenanbeter-mit-brotkult/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=122</guid>
		<description><![CDATA[In Fels gemei&#223;elter Glaube: Kloster Geghard, eine Stunde s&#252;d&#246;stlich von Jerewan gelegen, vereint armenische Identit&#228;t in besonderer Weise. Adelige haben es im 12.&#8201;Jahrhundert am Talende der Azatschlucht in Tuffstein mei&#223;eln lassen, eine Kirche von bezwingender spiritueller Kraft und architektonisch ganz im Stile der&#160;gro&#223;en Zeit vom dritten bis siebten Jahrhundert dazu gebaut und damit ein Monument [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Fels gemei&szlig;elter Glaube: Kloster Geghard, eine Stunde s&uuml;d&ouml;stlich von Jerewan gelegen, vereint armenische Identit&auml;t in besonderer Weise. Adelige haben es im 12.&thinsp;Jahrhundert am Talende der Azatschlucht in Tuffstein mei&szlig;eln lassen, eine Kirche von bezwingender spiritueller Kraft und architektonisch ganz im Stile der&nbsp;gro&szlig;en Zeit vom dritten bis siebten Jahrhundert dazu gebaut und damit ein Monument hinterlassen, das Beharrlichkeit, Bildung und Religi&ouml;sit&auml;t gleicher&shy;ma&szlig;en symbolisiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-124" title="Geghard" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Geghard.jpg" alt="Geghard" width="600" height="800" /></p>
<p>Die Legende zum Kloster l&auml;sst keinen Zweifel an der unmittelbaren Teilhabe der Armenier an der biblischen Geschichte zu. Es ist benannt nach der Lanze, die zum Kreuzestod Jesu gef&uuml;hrt haben soll und die heute zu den Reliquiensch&auml;tzen des Landes geh&ouml;rt. »Grigor, der Erleuchter«&#160;&#8211; Garant f&uuml;r nahezu alle religi&ouml;sen Bezugs&shy;punkte des Volkes&#160;&#8211; soll es an Stelle eines heidnischen Quellenkults gegr&uuml;ndet haben. Er und seine Vorg&auml;nger haben den Ort gut gew&auml;hlt: hoch oben &uuml;ber der Schlucht auf 1500 Meter herrscht absolute Ruhe. Die profane Welt ist weit weg hinter karg bewachsenen, steilen H&auml;ngen. Keine Ablenkung st&ouml;rt die Konzentration auf das Wesentliche. Beste Handwerkskunst an S&auml;ulen, Alt&auml;ren und Kreuzsteinen lenkt die Gedanken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-125" title="Geghard_2" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Geghard_2.jpg" alt="Geghard_2" width="600" height="450" /></p>
<p>Dass es davor zweifellos etwas anderes gab in diesem von  Br&uuml;llhitze und Eises&shy;k&auml;lte gepr&auml;gten Land zeigt wenige Kilometer vor Geghard in Garni eine Kultst&auml;tte aus dem ersten Jahrhundert. Es ist h&ouml;chst unklar, warum dieser s&auml;ulengetragene Tempel im griechisch-r&ouml;mischen Stil als einziger Ritualort der Sonnenanbeter &uuml;berlebt hat. Der Zerst&ouml;rungswille der bald darauf herrschenden Christen machte alle anderen zu Bruchsteinhaufen. Dies schaffte in Garni erst ein Erdbeben in neuerer Zeit und dies nun wiederum brachte den Armenien »ihren« Helden der Arbeit. Der Titel wurde dem Baumeister f&uuml;r den Wiederaufbau verliehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-132" title="Sonnentempel" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Sonnentempel.jpg" alt="Sonnentempel" width="600" height="450" /></p>
<p>Die Kultst&auml;tte steht an einem heiteren Ort, selbst wenn Wolken &uuml;ber die von Gras bewachsenen kahlen Berge ringsum wabern. Reben und Obstb&auml;ume gedeihen an den windgesch&uuml;tzten H&auml;ngen. Ein Badehaus aus r&ouml;mischer Zeit erinnert an die damals gerade guten Verbindungen zu Rom. Die Herren jener Zeit bauten in Basalt und Tuffstein. Heutige Armenier w&uuml;rden es wohl auch noch so tun, w&auml;re es nicht billiger die neuen Wohnungen f&uuml;r den erhofften Zuzug der vielen Auslands&shy;armenier in Beton in die Innenstadt von Yerewan zu gie&szlig;en.</p>
<p>Aber es gibt sie noch, die gute (alte) Zeit. Lavasch frisch aus dem tief in die Erde eingelassenen Steinofen, dem Tonir, l&auml;sst den »F&uuml;rst« fast vergessen, der da noch kommt. Allein das Spektakel des Einheizens mit trockenen Haselzweigen ist eine Sensation. Die Gruppe steht begeistert in der H&uuml;tte mit dem Loch in der Erde, erfreut sich am hochlodernden Feuer, bezweifelt die Funktionalit&auml;t der Feuerst&auml;tte in Sachen Brot backen. Als die Frauen des Hauses das Sagen bekommen, wird es ernst. Strudelteig aus Wasser und Mehl wird ausgewellt, mit einem geschickten Dreh &uuml;ber die Hand durch die Luft auf die ber&uuml;hmten 50 mal 100 Zentimeter gebracht, &uuml;ber ein passendes stabiles Kissen gelegt, befeuchtet und mit einem ordentlich Schwung an die tiefliegend Ofenwand geklascht. Blasen quellen auf, ein kurzer Griff nach unten, ein Wurf und das Lavasch f&auml;llt der G&auml;steschar auf ein Tuch vor die F&uuml;&szlig;e. Binnen Sekunden ist es auseinander gerissen, mit Kr&auml;utern und K&auml;sest&uuml;cken gef&uuml;llt, gerollt und gegessen. Der Gaumenschmeichler vor dem Essen f&auml;llt gro&szlig; aus, die nachfolgende Vorspeise mit allem, was die K&uuml;che an Frischem bietet nicht minder und dann der F&uuml;rst, die armenische Forelle vom Grill wie auch die Kartoffeln.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-126" title="Ofen_1" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_1.jpg" alt="Ofen_1" width="600" height="596" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-127" title="Ofen_2" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_2.jpg" alt="Ofen_2" width="600" height="450" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-128" title="Ofen_3" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_3.jpg" alt="Ofen_3" width="600" height="450" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-129" title="Ofen_4" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_4.jpg" alt="Ofen_4" width="600" height="450" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-130" title="Ofen_5" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_5.jpg" alt="Ofen_5" width="600" height="450" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-131" title="Ofen_6" src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Ofen_6.jpg" alt="Ofen_6" width="600" height="450" /></p>
<p>Es ist zu viel des guten Essens. Schl&auml;frige Stimmung im Bus gemischt mit ein bisschen Aufregung wegen des Zeitplans. Im Prinzip liegt linkerhand der Ararat, im Prinzip steht ein klassisches Konzert mit liturgischen Ges&auml;ngen auf dem Programm. Aber es ist November und eine andere Zeit als die von Komitas die Chazen, der daf&uuml;r einst sorgte, dass musikalisch vieles &uuml;berlebt hat. Schlagzeug und Elektroorgel in Erg&auml;nzung zu Duduk, Kamantscha, Saz und Kanon konnte er sich nicht vorstellen. Die tgm&#8217;ler sind ihm da voraus&#160;&#8211; auch eine Erfahrung.</p>
<p><em><span class="hwzr digi">3.11.2009</span>, abends, Edith Kopf</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/122/heitere-sonnenanbeter-mit-brotkult/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blick aus dem Fenster: Trocken!</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/48/blick-aus-dem-fenster-trocken/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/48/blick-aus-dem-fenster-trocken/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 17:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=48</guid>
		<description><![CDATA[Nach zwei Regentagen verspricht die Stra&#223;e auch Sonne. Ein paar hellblaue Streifen sind schon zu sehen&#8201;&#8230; F&#252;r einen Montag morgen ist noch wenig Verkehr um 9&#8201;:&#8201;00 Uhr.
Beim Fr&#252;hst&#252;ck geht es (wieder einmal) um die Frage der Anerkennung des Genozids an den Armeniern 1914&#8260;15. Soll in der deutschen Politik die Wahrheit entscheiden oder politische ,Klugheit&#8216;? Deutschland, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach zwei Regentagen verspricht die Stra&szlig;e auch Sonne. Ein paar hellblaue Streifen sind schon zu sehen&#8201;&#8230; F&uuml;r einen Montag morgen ist noch wenig Verkehr um 9&#8201;:&#8201;00 Uhr.<br />
Beim Fr&uuml;hst&uuml;ck geht es (wieder einmal) um die Frage der Anerkennung des Genozids an den Armeniern 1914&#8260;15. Soll in der deutschen Politik die Wahrheit entscheiden oder politische ,Klugheit&lsquo;? Deutschland, damals das Deutsche Reich, hat zumindest eine Mitverantwortung, vielleicht sogar Mitschuld. Mit mehr als 3 Millionen T&uuml;rken in der Bundesrepublik, die vielleicht ihre Meinung mit Molotow-Cocktails verst&auml;rken? Was w&uuml;rde es n&uuml;tzen &ndash; und wem? Dann aber m&uuml;ssen wir zum Bus, der Tagesplan ist eng getaktet. Der kleine wei&szlig;e Bus wartet schon vor dem Hotel.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/béret2.jpg" alt="béret" title="béret" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-110" /></p>
<p>9&#8201;:&#8201;30 Besuch der Grafik-Abteilung der Kunsthochschule, vor der uns Ara Baghdasaryan erwartet: <em>Beaux Arts</em> l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Wie sich sp&auml;ter herausstellt, gibt es auch eine Verbindung zu der Schule in Limoges. In der Werkstatt stehen zwei alte Radierpressen und eine alte Lithopresse, in einer Ecke ein ,Offenes System&lsquo;.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/open_system.jpg" alt="open_system" title="open_system" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-111" /></p>
<p>Zeichnen, Zeichnen, Zeichnen&#8201;&#8230; meist stehen junge Frauen vor der Staffelei.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/frauen.jpg" alt="frauen" title="frauen" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-112" /></p>
<p>In einem anderen Haus, das man zu Fu&szlig; &uuml;ber kleine Teerwege, Stufen, und an L&ouml;chern vorbei erreicht, stellen die Lehrenden das Studium an Hand von Diplomarbeiten dar: Corporate Design, Piktogramme, Orientierungsysteme, jeweils auf Charts ca.&#8201;1&#8201;&#215;&#8201;2,5&#8201;m. F&uuml;r einen Ausdruck in dieser Gr&ouml;&szlig;e m&uuml;ssen die Studierenden 100,00&#8201;<span class="caps">US</span> $ bezahlen, eine Summe, die im Kaufkraftvergleich weit mehr als 1000,00&#8201;&#8364; entspricht. Eine Arbeit aus dem Industriedesign, ein elektrogetriebenes, multifunktionales Fahrzeug f&uuml;r die Stadtreinigung, k&ouml;nnte auch eine Diplomarbeit an einer Schule bei uns sein. Sie kann aber an den Computern in der Design-Abteilung, die auf mich wie eine ,Legebatterie&lsquo; wirken, nicht entstanden sein. Die Zeit ist zu kurz, um nach Details zu fragen. Mehr Offizielles steht auf <a href="http://www.yafa.am">www.yafa.am</a>.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/balkone.jpg" alt="balkone" title="balkone" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-114" /></p>
<p>Wer das Treppenhaus im Hauptgeb&auml;ude hochsteigt, sieht jedesmal einen Fassaden&shy;ausschnitt, der ahnen l&auml;sst, wie eng es in den Wohnungen ist &ndash; Hakob etwa lebt mit einer Gro&szlig;mutter, den Eltern und seiner Schwester in einer Zweizimmer&shy;wohnung &ndash; zum Gl&uuml;ck ist die Schwester fast nie da.</p>
<p>11&#8201;:&#8201;00 Sergei-Paradjanov-Museum, ein Haus in der Art der alten Wohnh&auml;user in der Stadt, als sie noch 20&thinsp;000 Einwohner hatte, oberhalb des tiefen Einschnitts, wo unten der Fluss ist, schr&auml;g gegen&uuml;ber sehen wir das Fu&szlig;ballstadion mit seinen klitschbunten Sitzreihen &ndash; nach dem Fu&szlig;ballspiel T&uuml;rkei gegen Armenien ein Zeichen der Hoffnung. F&uuml;r M&uuml;nchener ist der Namen Paradjanov nicht unbekannt, da vor kurzem sein Film <em>Die Farbe des Granatapfels</em> (Sayat-Nova) lief.<br />
Das Haus ist voller skurriler Collagen, Montagen und Assemblagen, <em>privater Mythologien</em>, die auch eine Auseinandersetzung mit dem Druck des Sowjetsystems sind. Paradjanov hat sogar im Gef&auml;ngnis mit allem Abfall, den er bekommen konnte, Geschichten erz&auml;hlt, bis hin zu den d&uuml;nnen Aluminiumverschl&uuml;ssen von Milchflaschen, aus denen er seine reliefierten <em>Thaler</em> machte: <em>Phantastische Moderne</em> oder auch <em>Poetischer Realismus</em> im Dialog mit Tarkowsky, Fellini, Guerra und Pasolini.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/n&#228;hmaschine.jpg" alt="n&#228;hmaschine" title="n&#228;hmaschine" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-115" /></p>
<p>13&#8201;:&#8201;00 (in Wirklichkeit 13&#8201;:&#8201;30) erl&auml;utert Edik Ghabuzyan die Entstehung und die innere Systematik der armenischen Schrift &ndash; ein bisschen m&uuml;hsam, da immer wieder &uuml;bersetzt werden muss und Hakob die speziellen Begriffe auch nicht so recht kennt. Catherine mischt sich ab und zu ein. Zwischendurch ein kleines B&uuml;ffet. Ghabuzyan ist von Hause aus Mathematiker und hat vor 20 Jahren angefangen, Schriften f&uuml;r wissenschaftliche Zwecke zu machen &auml;hnlich wie Donald Knuth TeX. Daraus ist eine umfangreiche Bibliothek armenischer Fonts geworden.&#8201;2008 hat er den armenischen Type-Design Wettbewerb ins Leben gerufen, der j&auml;hrlich stattfindet.&#8201;2012 wird Armenien 500 Jahre Buch feiern, da im Jahr 1512 das erste Buch in armenischer Schrift in Venedig gedruckt worden ist, lange bevor es eine Druckerei in Armenien selbst gab. Ghabuzyan arbeitet gerade f&uuml;r Adobe an den armenischen Figuren f&uuml;r die Minion und die Myriad und f&uuml;r Microsoft an einem armenischen Systemfont.<br />
Zur Illustration: Die Marke Segafredo <span class="caps">ZANETTI</span> mit armenischen Figuren zeigt auf der einen Seite, wie pr&auml;gnant das Zeichen selbst ist und l&auml;sst auf der anderen Seite einzelne armenischen Buchstaben erkennen. &reg; muss &reg; bleiben.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/segafredo1.jpg" alt="segafredo" title="segafredo" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-116" /></p>
<p>15&#8201;:&#8201;00 Mit dem Bus geht es zu dem Architekten und Grafiker Fred Afrikyan, der uns in einem winzigen B&uuml;ro hunderte von Schriftbl&auml;ttern zeigt. Wir tauchen in eine l&auml;ngst vergangene Zeit ein, Buchumschl&auml;ge (er sagt, er h&auml;tte bisher mehr als 400 gemacht), Medaillenentw&uuml;rfe und Schriften, alle Tusche oder Gouache &uuml;ber Blei&shy;stift und minuti&ouml;s mit Deckwei&szlig; korrigiert.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/schriften.jpg" alt="schriften" title="schriften" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-117" /></p>
<p>Danach will er uns die Architektur der Stadt zeigen, aber der Bus kann nirgendwo anhalten. Als wir am Architekturmuseum ankommen, ist es geschlossen, entgegen den angeschlagenen &Ouml;ffnungszeiten und ohne weitere Notiz. So erkl&auml;rt er uns an einer windigen Ecke noch einmal die Planungen Alexander Tamanyans (&dagger; 1937) und seiner Sch&uuml;ler, die in den 20-er Jahren begonnen wurden und schlie&szlig;lich auch zu der vor etwa zehn Jahren fertig gestellten, riesigen Treppenanlage gef&uuml;hrt haben, an deren oberem Ende <em>Mutter Armenien</em> steht.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/27_72.jpg" alt="27_72" title="27_72" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-118" /></p>
<p>Nach einer Weile sieht er, dass das Unterfangen wenig Sinn macht und verab&shy;schiedet sich &ndash; Zeit f&uuml;r einen Kaffe bis zum n&auml;chsten Termin. Links Hakob Markosyan (27), unser Reisebegleiter und &Uuml;bersetzer, rechts Fred Afrikyan (72), ein ,echter&lsquo; Armenier, wie er sich selbst nennt.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/tuff.jpg" alt="tuff" title="tuff" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-119" /></p>
<p>Yerewan wird auch die rosa Stadt genannt, weil viele Fassaden aus Tuffstein in einer Vielzahl von r&ouml;tlichen bis grauen T&ouml;nen gebaut sind. Von Nahem sind an den Schnittfl&auml;chen die Weiten Armeniens zu entdecken.</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/kulturmin.jpg" alt="kulturmin" title="kulturmin" width="600" height="450" class="alignnone size-full wp-image-120" /></p>
<p>18&#8201;:&#8201;00 Empfang bei der Kulturministerin Hasmik Poghosyan, rechts Edik Ghabuzyan, Austausch von offiziellen H&ouml;flichkeiten, freundlich, locker. &Uuml;ber ein Projekt mit der Literaturwerkstatt vor ihrer Zeit als Ministerin ist sie mit Deutschland verbunden. Das Projekt war f&uuml;r sie vielleicht auch ein Sprungbrett.</p>
<p>Zu Abend essen wir in einem georgischen Restaurant. Die Spezialit&auml;t sind fleisch&shy;gef&uuml;llte Teigtaschen, eine Art Pirogi. Hakob erz&auml;hlt &uuml;ber Tischmeister (armenisch: <em>Tamada</em>) und die Sitte der Trinkspr&uuml;che. Einen f&uuml;r die Kinder gibt er zum Besten, Stichwort Nagelbrett. Das k&ouml;nnte ein sch&ouml;ne Zugabe sein zu den armenischen Weinen, die Freunde von ihm in Deutschland vermarkten. Vielleicht gibt es da ja auch Marmelade von gr&uuml;nen N&uuml;ssen, getrocknete Aprikosen aus Armenien oder andere K&ouml;stlichkeiten, die wir hier kennen gelernt haben:<br />
<a href="www.nari-vertrieb.de">Nari-Vertrieb<br />
</a><a href="http://www.armenien-shop.de">Armenien-Shop</a></p>
<p><em>2. November 2009, abends, Gerd Fleischmann</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/48/blick-aus-dem-fenster-trocken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Besuch des Nationalmuseums</title>
		<link>http://www.tgm-online.de/blog/52/besuch-des-nationalmuseums/</link>
		<comments>http://www.tgm-online.de/blog/52/besuch-des-nationalmuseums/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 05:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris Kochan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.tgm-online.de/blog/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[Eine ausgiebige F&#252;hrung durch das Nationalmuseum schafft einen ersten geo&#173;grafischen und geschichtlichen &#220;berblick. Das heutige Armenien umfasst nur einen Bruchteil des urspr&#252;nglichen Siedlungsgebietes, Euphrat und Tigris sind Teil davon. Hier eine Karte aus der Zeit der Sowjetunion:

31.10.2009 nachmittags Boris Kochan
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ausgiebige F&uuml;hrung durch das <a href="http://tinyurl.com/yjc5esl">Nationalmuseum</a> schafft einen ersten geo&shy;grafischen und geschichtlichen &Uuml;berblick. Das heutige Armenien umfasst nur einen Bruchteil des urspr&uuml;nglichen Siedlungsgebietes, Euphrat und Tigris sind Teil davon. Hier eine Karte aus der Zeit der Sowjetunion:</p>
<p><img src="http://www.tgm-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Bild-2.jpg" alt="Bild-2" title="Bild-2" class="alignnone size-full wp-image-57" /></p>
<p><em><span class="hwzr digi">31.10.2009</span> nachmittags Boris Kochan</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.tgm-online.de/blog/52/besuch-des-nationalmuseums/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
