November, 2009


9
Nov 09

Kleines Tagebuch der Organisation

Mai 2008, Istanbul: Die Reisegruppe der tgm beim Abendessen. Einige am Tisch schlagen vor, auch einmal eine Studienreise nach Armenien zu unternehmen. Ich freue mich über das Interesse und biete an, eine solche Reise für die tgm zu organisieren. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keinerlei Vorstellung davon, was eine Reiseorganisation bedeutet.

Juni 2008, München: Das Aktivteam der tgm beim allmonatlichen Jour fixe. Der Vorschlag zur Reise nach Armenien wird ausgesprochen und findet allgemeine Zustimmung.

Oktober 2008: Kurz nach Ankündigung der Reise gibt es schon die ersten Voranmeldungen! Ich bin zwar mitten in der Planung, kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass am Ende die Mindestzahl der Anmeldungen überhaupt erreicht wird.

April 2009: Armenien-Mattinee der tgm. Monique Laruell bewirtet die Teilnehmer mit armenischen Gerichten. Sie ist begeistert von dieser Küche, die sie gerade erst kennengelernt hat. Gerayer Koutcharian kommt aus Berlin und führt die Teilnehmer in die Kultur der Armenier ein.

9. Mai 2009: tgm zeigt Atom Egoyans Film »Ararat«, der trotz der schwierigen und teilweise unverständlichen (kanadisch-englischen) Dialoge für eine rege Diskussion im Anschluss sorgt.

18. Mai 2009: Die Reise ist ausgebucht!

Juli 2009, Jerewan: Familientreffen. Perfekt! So kann ich zumindest das Hotel vor Ort buchen und muss mich nicht nur auf die vielversprechende Internetwerbung verlassen. An weitere Organisation ist allerdings nicht zu denken. Die Hitze lähmt (über 40 ℃), und ich bin nur 4 Tage dort.

September bis 23. Oktober 2009: Meine Telefonleitung läuft heiß. Die Familie in Armenien wird immer wieder gebeten, Informationen zu sammeln, und ich bin in regem Kontakt mit Kollegen, vor allem mit Edik Ghabuzyan, dem Jerewaner Type-Designer, der begeistert ist davon, dass deutsche Typografen und Typorgrafie-Interessierte nach Armenien kommen, um seine Kultur, ihn und seine Kollegen und deren Werke kennenzulernen.

24. Oktober bis 31. Oktober 2009, Jerewan: Täglich drei bis vier Termine (Kollegen treffen, deutsche Führungen bei diversen Museen organisieren, Test-Essen in verschiedenen Restaurants, ein geeignetes Konzert, einen Übersetzer und/oder Reiseführer, eine zuverlässige Transportfirma finden usw.) Am letzten Abend vorm Eintreffen der Reisegruppe habe ich zumindest die ersten fünf Tage komplett geplant und einen lückenlosen Verlauf des Programms festgelegt. An den letzten zwei Tagen der Reise gibt es jeweils eine noch nicht bestätigte Verabredung. Die Armenier verstehen nicht, warum man sich eine Woche oder gar zehn Tage vorher fest verabreden soll (»Wir telefonieren am Abend zuvor …«). Mit einfachsten Mitteln setze ich ein Programm-Faltblatt, lasse es 25 Mal in einem abenteuerlichen Copyshop ausdrucken, falte und schneide diese als das Telefon klingelt: erste Programmänderung: Die Kulturministerin empfängt die Gruppe nicht wie vereinbart am Mittwoch, sondern bereits am Montag …

7. November 2009: Wir sind zurück zu Hause. Ich hatte die wunderbarste Reisegruppe, die sich ein Reiseleiter nur vorstellen kann. Eine Gruppe, die mich nach einem absolut unerträglichen Konzert umarmte und sagte: »Alles ist gut – entspanne dich.« Danke euch dafür! Und danke euch auch dafür, dass ihr die Schönheit »meines« Landes gesehen und dessen Unzulänglichkeiten liebevoll toleriert habt – etwas, was mir selbst nur sehr selten gelingt.
Danke auch an alle, die mich bei dieser spannenden Arbeit begleitet und unter­stützt haben. Danke, Tessa Hofmann, für Ihre Essay im tgm-Halbjahres­programm Frühjahr/Sommer 2009. Danke, Gerayer Koutcharian, für Ihre Einführung im Frühjahr 2009 in München. Danke, Edik Ghabuzyan, für Ihre Begeisterung, Ihre Offenheit und Ihre enorme Unterstützung vor Ort. Danke, Marina Dietweger, für die wunderbare Teamarbeit. Und danke, tgm, für die Gelegenheit, mich so intensiv mit meinen Wurzeln und mit dem Land meiner Vorfahren beschäftigen zu können.

Samstag, 7. November 2009, Catherine Avak


9
Nov 09

Die Abreise: Fingerabdrücke in Armenien und nächtliches Arbeiten

Um drei Uhr morgens fanden wir uns alle pünktlich beim Bus ein. Das Hotel wollte fast noch unsere Abfahrt vereiteln, weil noch nicht in allen Zimmern die Minibars kontrolliert worden waren. Unser Vorsitzender löste das Problem aber in gewohnt souveräner Weise.

Ein letzter Blick auf den Ararat:

Ein letzter Blick auf den Ararat

Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen mußten alle ihre Fingerabdrücke hinter­lassen, ganz unabhängig vom Alter des Reisepasses. Werden die jederzeit abrufbar aufbewahrt, oder sind sie schnell entsorgter Datenmüll? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.

In der Cafeteria hieß es dann Warten. Für die einen war es früher Morgen, für andere später Abend – zu sehen an der Wahl der Getränke (Kaffee oder Rotwein), Am Blog wurde fleißig auf drei PCs gearbeitet. So auch in Wien-Schwechat, wo wir nach drei Stunden um sechs Uhr morgens ankamen und drei Stunden auf unseren Anschlußflug nach München warten mußten.

Wir hatten eine so wunderbare Reise! Viele großartige Eindrücke und Sinnes­freuden müssen erst noch verarbeitet werden. Ich (Ulrike) träumte in der ersten Nacht daheim, wie ich perfekt mein Duduk spielen kann. Und tatsächlich konnte ich ihm mittlerweile (einmal) einen Ton entlocken!

Zum Abschied von Armenien, von Hayastan, wie das Land in seiner eigenen Sprache heißt, hier noch das schöne Gedicht von Jeghische Tsch’arents, hier in Deutsch, so wie Hakob es uns vorgelesen hat (der/die ÜbersetzerIn ist uns leider nicht bekannt).

Mein Armenien

Den Sonnengeschmack in der Sprache meines Armeniens liebe ich,
die klagende, schluchzende Saite unserer alten Saz liebe ich,
den Duft blutroter Blumen und Rosen
und den sanften Reigen der Mädchen von Nairi liebe ich.

Ich liebe das Blau unseres Himmels, das klare Wasser, den glänzenden See,
die Sommersonne und die drachenstimmigen Winterstürme,
die schwarzen Mauern der im Dunkeln verborgenen Häuser,
und uralter Städte tausendjährigen Stein liebe ich.

Wo ich auch bin – ich vergesse nicht den klagenden Ton unserer Gesänge,
vergesse nicht unsere zu Gebeten gewordenen Bücher in Eisenschrift,
und wie sehr auch mein Herz von unseren blutigen Wunden brennt –
mein verwaistes, kummervolles und geschätztes Armenien liebe ich ewiglich.

Für mein sehnsüchtiges Herz gibt es auf Erden keine andere Erzählung,
gibt es einen den Narekats’i, dem Khutsch’ak gleichen Verstand nicht auf dieser Welt.
Durchstreif’ die Welt – es gibt keinen weißen Gipfel dem des Ararat gleich.
Den Gipfel des Ararat liebe ich – wie den Weg zu unerreichbarem Ruhm.

»Mein Armenien« von Jeghische Tsch’arents in original:

»Mein Armenien« von Jeghische Tsch'arents

Schnorhakal em Catherine, schnorhakal em Hakob. Z-tesutjoon Hayastan!

Ulrike und Johannes Küster


8
Nov 09

Donnerstag: von Maschtots bis Chatscha’atrjan

Besuch beim Schriftheiligen

Der Schriftheilige Armeniens, dessen Grab jedes Schulkind besuchen muss, liegt in Oshakan. Er hieß Mesrop Maschtots und er hat die armenische Schrift im 4. Jahrhundert konstruiert. Im Buchstaben-Skulpturengarten in Oshakan sind die einzelnen heiligen Zeichen reichlich verziert dargeboten (im Bild der armenische Buchstabe T).

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Im Nebengebäude, in dem sich normalerweise die »heiligen« Übersetzer treffen, war die Ausstellung des letztjährigen Type-Design-Wettbewerbs »Granschan« zu sehen. Die abgebildete Arbeit stammt von Edik Ghabuzyan, wohl einer der interessantesten Type-Designer Armeniens.

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Der Designerverband Armeniens

Eine Delegation der tgm-Reisegruppe besuchte den armenischen Designer­verband, repräsentiert durch den jetzigen und den ehemaligen Präsidenten. In der Sowjetzeit gab es bereits eine Designinitiative, die den heutigen Umständen entsprechend wieder aufleben soll. Das wird etwas schwierig werden, da die dazugehörige Industrie im heutigen Armenien weitgehend fehlt. Der Verband umfasst alle Designbereiche, wobei Industrie, Möbel und Architektur im Vorder­grund stehen sollen. Nach Aussage des Präsidenten wären genug Spezialisten im Land, die damit repräsentiert werden sollten. Etwa 400 Mitglieder gäbe es bisher. Fortbildungsseminare für Gestalter gibt es bisher nur selten. Jedoch redet der Designerverband bei den Lehrplänen der fachlichen Schulen mit und aus dem Vorstand des Designverbands kommen auch Dozenten. Es gibt hauptsächlich Wettbewerbe. Die Mitglieder müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Erfahrung im Beruf haben. Sie werden nach vorliegenden Arbeiten von einem kleinen Gremium ausgewählt.

Die kleinste Dorfkirche Armeniens oder der ganzen Welt?

»Karmrawor«, schnuckelige kleine Dorfkirche aus dem 7. Jahrhundert im Regen. Schöne alte Kreuzsteine. Inschrift als Fries um die Kirche.

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Schluchtkirche

Noch mehr Regen um die Klosterkirche »Saghmosavank« (Psalmenkloster), herrlich über einer wunderschönen, wildromantischen Schlucht gelegen. Während Hakob nach dem Schlüssel rennt, genießen wir die nasse Aussicht. Dankbar in den trockenen Innenräumen.

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Opera

Im 1937 eingeweihten Doppelbau Oper und Philharmonie überrascht Aram Chatsch’atrjan mit seinem Ballett »Gajane« (1942), von dem die meisten nur den »Säbeltanz« kennen. Spätexpressionistisches, sehr farbiges Bühnenbild (noch vom Meister selbst genehmigt), akzeptables Orchester, enthusiastisch beklatschte Tänzer (Ballett-Tänzer in Yerevan sollte man sein). Trotzdem wurde wie wild telefoniert und fotografiert.

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Donnerstag, 5.11.2009, abends, Astrid Baldauf und Rudolf Paulus Gorbach


6
Nov 09

Unterwegs: Landschaft, Gegend

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Mittwoch, 4.11.2009, Pavlo Kochan


6
Nov 09

Mittwoch: Sewansee und Matenadaran

Um 8:30 Uhr morgens brechen wir wie immer mit leichter Verspätung Richtung Sewansee auf. Die Zeit drängt, mittags müssen wir wieder zurück sein, denn die armenische Schriftensammlung wartet auf uns.

Während sich unser Bus die Steigungen ins armenische Hochland hinaufquält, wird in unserem Rücken zum ersten Mal der Gipfel des Ararat sichtbar. Die Sonne scheint, wir haben Glück, und je weiter wir vorankommen, umso höher werden die Berge um uns herum, deren Gipfel schon alle weiß sind. Als wir an Sewan, der namensgebenden Stadt, vorbeifahren, grüßt ihr Wahrzeichen, ein Riesenrad mit einer letzten, einsamen Gondel, ein Relikt aus besseren Zeiten.

Fahrt-nach-Seewan

Bevor die Straße das Seeufer erreicht, umfahren wir eine Erhebung mit Namen Schwiegertochterhügel. Diese Bezeicnung geht auf eine Sage zurück, nach der eine Schwiegertochter vergaß, die Quelle des Dorfes mit einem Stein wieder zu verschließen und so der überquellende Brunnen eine große Überschwemmung verursachte, die zur Entstehung des Sewansees führte. Die erbosten Dorfbewohner verfluchten daraufhin die Frau, und sie erstarrte zu Stein. Ergebnis war der obengenannte Hügel.

Kurz darauf erreichen wir die Uferstraße, die wohl etwa das frühere Niveau des Sees markieren dürfte. Der in 1900 Metern Höhe über dem Meeresspiegel gelegene See ist einer der höchstgelegenen der Welt und hat heute nur noch etwa zwei Drittel der ursprünglichen Ausdehnung, was auf die extensive Wasserentnahme während sowjetischer Zeiten zurückzuführen ist. Damals wurden an Flussläufen, die dem See entspringen, mehrere große Kraftwerke errichtet, um das Land mit Strom zu versorgen. Dieser Umstand hätte auf Dauer für die Region, die hauptsächlich von Kartoffelanbau und Fischfang lebt, katastrophale Folgen gehabt.

Seewan_See

Von der Uferstraße biegen wir in einen Weg ein, der uns über ein Trasse, die früher einmal unter Wasser lag, zum Kloster bringt, das heute auf einer Halbinsel liegt. Der Name kommt se van, was so viel bedeutet wie hier (se) soll ein Kloster (van) entstehen. Wir steigen 250 Stufen zu den drei Kirchen hinauf, von denen zwei noch stehen. Der Ausblick ist atemberaubend, das Ende des See nur noch zu erahnen. Nicht umsonst sprechen die Einheimischen von ihrem Meer. Der Himmel ist verhangen, nur hin und wieder bricht die Sonne durch, die Atmosphäre ist düster, was diesem Ort mit seinen geduckten, dunklen, sehr archaischen Kirchen eine unheimliche Stimmung gibt.

Seewan_Kirche

Bei der Besichtigung einer der Kirchen zeigt uns Hakob, unser Führer, einen Kreuzstein aus dem 16. Jahrhundert mit biblischen Szenen. Die Einfachheit der Darstellungen, die schon fast etwas Kindliches haben, beeindruck uns sehr. Nach einem letzten Rundgang kehren wir, mittlerweile frierend, zum Bus zurück. Hier liegt schon Schnee, und der Wind ist bitterkalt.

Esel

Auf dem Rückweg entscheiden wir uns an einer günstigen Stelle für einen kurzen Halt, damit jeder den mächtigen Berg Ararat in digitaler Form mit nach Hause nehmen kann. Nach der Ankunft im Hotel und kurzem Aufenthalt schlängelt sich unser Bus wieder durch den aberwitzigen Verkehr Jerewans Richtung Norden zur armenischen Schriftensammlung, dem Matenadaran. Die Armenier haben mit diesem Prachtbau ihrer Schrift ein wahres Denkmal gesetzt. Der Bau liegt in exponierter Lage auf einem Hügel über der Stadt. Wir genießen einen wunderbaren Ausblick. Die Sammlung ist, auch Dank wohlhabender und wohlgesonnener Exilarmenier, in kurzer Zeit von 5000 auf 17000 Exemplare angewachsen, und deren Digitalisierung wurde bereits begonnen. Unter matenadaran.am wird es bald (vielleicht auch schon jetzt?) möglich sein, einige dieser Schätze zu betrachten.

MashtotMesrop Mashtot vor dem Matenadran
Bibliothek_LandkarteArmenien in der Bibliothek
Bibliothek_ganzBibliothekssaal

Buch_1Unter fachkundiger Führung bekommen wir einen Überblick der wichtigsten Exponate, beginnend mit Schriften aus der Ursprungszeit der armenischen Schrift, deren Schöpfer Mesrop Mashtot heißt. Er entwickelte sie in Kooperation mit einem Kalligraphen im Jahr 405.
Buch_2Nach Abschluss der Arbeiten wurde als Erstes die Bibel übersetzt, um den Armeniern endlich Zugang zu diesen Texten zu verschaffen. Dies war enorm wichtig, da die Religion damals wie heute identitätsstiftend für dieses in alle Welt verstreute Volk wirkt. Als Konsequenz folgten weitere Übersetzungen, vor allem griechischer und römischer Werke
Buch_3der Antike, die so vor der Vergessenheit bewahrt wurden, da ironischerweise die Originale in den Wirrungen des Mittelalters verloren gingen. Es finden sich hier bedeutende Handschriften zu Themen wie Philosophie, Naturwissenschaften, Recht und Grammatik sowie Wörterbücher.

Eine kleine Anmerkung an dieser Stelle: Übersetzer genießen bis heute in Armenien hohe Anerkennung, was sich in der wohl weltweit einmaligen Tatsache ausdrückt, dass es einen nationalen Feiertag für diesen Berufsstand gibt.

Bibliothek

Eine Besonderheit der Ausstellung ist die Präsentation des armenischen Rot, ein Farbstoff, der bei den Miniaturen und Illuminationen verwendet wurde. Dieses Rot wird aus Cochinellen, kleinen asselartigen Krebstierchen gewonnen, die nur einmal im Jahr zur Paarung an die Erdoberfläche kommen. Die Rezeptur dieses Farbstoffs war zwar über die Jahrhunderte verloren gegangen, doch gelang es einem findigen Forscher des Matenadaran, nach langjährigen Versuchen dessen Gewinnung nachzuvollziehen, sodass er heute wieder hergestellt werden kann. Dieses wunderschöne Rot bleicht auch über die Jahrhunderte nicht aus und war im Altertum eine in ganz Europa begehrte Ware.

Einige Auswerwählte unserer Gruppe dürfen auch das Allerheiligste der Sammlung besichtigen, das Depot, wo ihnen im kleinen Kreis noch einige Kostbarkeiten gezeigt werden. Die anderen Türen des Instituts bleiben uns leider verschlossen, weil die Zusage zur Besichtigung in letzter Minute zurückgezogen werden. Schade!

Geheim

Am Abend essen wir in einem Restaurant, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die alte armenische Küche wiederzubeleben. Hier wird nach Rezepten gekocht, die schon in Vergessenheit zu geraten drohten, zum Beispiel Ghapama, ein mit Nüssen, getrockneten Früchten und Reis gefüllter Kürbis, mit Honig begossen und etwa sechs stunden gebacken. Bei Wein und armenischer Live-Musik lassen wir es uns schmecken, um danach noch bei einem heiteren Umtrunk im Hotel den Tag zu beschließen. Schön war’s!

Kuerbis

Mittwoch, 4.11.2009, abends, Angelika und Robert Iwen