Besuch beim Schriftheiligen
Der Schriftheilige Armeniens, dessen Grab jedes Schulkind besuchen muss, liegt in Oshakan. Er hieß Mesrop Maschtots und er hat die armenische Schrift im

Im Nebengebäude, in dem sich normalerweise die »heiligen« Übersetzer treffen, war die Ausstellung des letztjährigen Type-Design-Wettbewerbs »Granschan« zu sehen. Die abgebildete Arbeit stammt von Edik Ghabuzyan, wohl einer der interessantesten Type-Designer Armeniens.

Der Designerverband Armeniens
Eine Delegation der tgm-Reisegruppe besuchte den armenischen Designerverband, repräsentiert durch den jetzigen und den ehemaligen Präsidenten. In der Sowjetzeit gab es bereits eine Designinitiative, die den heutigen Umständen entsprechend wieder aufleben soll. Das wird etwas schwierig werden, da die dazugehörige Industrie im heutigen Armenien weitgehend fehlt. Der Verband umfasst alle Designbereiche, wobei Industrie, Möbel und Architektur im Vordergrund stehen sollen. Nach Aussage des Präsidenten wären genug Spezialisten im Land, die damit repräsentiert werden sollten. Etwa 400 Mitglieder gäbe es bisher. Fortbildungsseminare für Gestalter gibt es bisher nur selten. Jedoch redet der Designerverband bei den Lehrplänen der fachlichen Schulen mit und aus dem Vorstand des Designverbands kommen auch Dozenten. Es gibt hauptsächlich Wettbewerbe. Die Mitglieder müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Erfahrung im Beruf haben. Sie werden nach vorliegenden Arbeiten von einem kleinen Gremium ausgewählt.
Die kleinste Dorfkirche Armeniens oder der ganzen Welt?
»Karmrawor«, schnuckelige kleine Dorfkirche aus dem 7. Jahrhundert im Regen. Schöne alte Kreuzsteine. Inschrift als Fries um die Kirche.

Schluchtkirche
Noch mehr Regen um die Klosterkirche »Saghmosavank« (Psalmenkloster), herrlich über einer wunderschönen, wildromantischen Schlucht gelegen. Während Hakob nach dem Schlüssel rennt, genießen wir die nasse Aussicht. Dankbar in den trockenen Innenräumen.


Opera
Im 1937 eingeweihten Doppelbau Oper und Philharmonie überrascht Aram Chatsch’atrjan mit seinem Ballett »Gajane« (1942), von dem die meisten nur den »Säbeltanz« kennen. Spätexpressionistisches, sehr farbiges Bühnenbild (noch vom Meister selbst genehmigt), akzeptables Orchester, enthusiastisch beklatschte Tänzer (Ballett-Tänzer in Yerevan sollte man sein). Trotzdem wurde wie wild telefoniert und fotografiert.

Donnerstag, 5.11.2009, abends, Astrid Baldauf und Rudolf Paulus Gorbach